Rehna : Härtetest auf dem Gewerbeareal

Mit der Drehleiter wurde nach der Verlegung der Wasserstrecke der Brand von außen bekämpft.
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Mit der Drehleiter wurde nach der Verlegung der Wasserstrecke der Brand von außen bekämpft.

Feuerwehren aus Rehna, Wedendorfersee und Holdorf/Meetzen bei gemeinsamer Großübung im neuen Gewerbegebiet

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21. Mai 2018, 21:00 Uhr

Nur acht Minuten nach der Alarmierung standen die ersten beiden Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Rehna auf dem Gelände der Firma Klink im neuen Rehnaer Gewerbegebiet. Wenige Minuten später füllten die Wehren aus Wedendorfersee und Holdorf/Meetzen die Einsatztruppe auf und begannen mit der Menschenrettung sowie der Löschwasserversorgung.

„Wir sollen innerhalb von zehn Minuten nach der Alarmierung vor Ort sein. Das ist uns gut gelungen“, erklärte Rehnas Wehrführer Henry Wanzenberg. Er und seine ehrenamtlichen Mitstreiter wollten hauptsächlich die Löschwasserversorgung vom Regenrückhaltebecken bis zum Entsorgungsunternehmen testen und bauten dazu eine mehrere hundert Meter lange Versorgungsstrecke auf. Gleichzeitig ging es mit schwerer Atemschutztechnik in das Gebäude, denn laut Szenario waren Personen verunglückt. Die galt es zu retten. „Es hat vieles gut geklappt, allerdings gibt es auch Kleinigkeiten, die wir jetzt erkannt und haben und in Zukunft besser können“, sagte Wanzenberg. Es komme zwar selten vor, dass alle drei Feuerwehren an einem gemeinsamen Einsatz im Ernstfall zu Hilfe gerufen werden, wenn es aber sein müsse, sei diese Übung eine gute Möglichkeit, besser miteinander zu harmonieren, erklärte der Rehnaer Wehrführer. „Nur mit solchen Großübungen kann man Probleme fest- und abstellen“, erklärte er.

Deshalb wurden nicht nur die drei verletzten Personen aus dem Firmengebäude gerettet, sondern auch die Drehleiter zur äußeren Brandbekämpfung eingesetzt und mit Wasser versorgt. „Dazu war es notwendig, die Hydranten und das als Löschwasserteich gebaute Regenrückhaltebecken zu kontrollieren. Es hat aber alles funktioniert“, erzählte Henry Wanzenberg. Er und seine Kameraden waren deshalb auch schon beim Bau des Gewerbegebietes eingebunden, um Ratschläge zu geben, wie die zur Rettung notwendige Hydranten und Leitungen verlegt werden müssten. „Wir hoffen natürlich nie, dass es Mal zum Ernstfall kommt, aber wir sind gut vorbereitet und auch der seit 2017 hier angesiedelte Entsorger ist seiner Pflicht nachgekommen und hat die Rettungsmöglichkeiten überprüfen lassen“, sagte der Rehnaer Wehrleiter.

Insgesamt waren gut 40 Feuerwehrmänner und -frauen an dem Einsatz beteiligt. Für die Wehrleiter der drei eingebundenen Wehren war die Großübung zufriedenstellend. Nach etwas mehr als zwei Stunden konnte nach einer zufriedenstellenden Übung wieder abgerückt werden.

Für die Wehrleiter heißt es in den kommenden Tagen nun das Protokoll genauestens auszuwerten und den Ablauf auf Stärken und Schwächen zu untersuchen. „Wir werden sicherlich ein Fazit ziehen. Inwieweit uns das für weitere Einsätze hilft, werden wir in einigen Tagen sehen“, erklärte Henry Wanzenberg.

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