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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

12. Dezember 2017 | 01:52 Uhr

Hindenberg : Gutshaus-Versteigerung wird zum Flop

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Denkmalgeschütztes Haus droht zum Ladenhüter zu werden. Kein Bieter bei Zwangsversteigerung

svz.de von
erstellt am 25.Jan.2014 | 00:00 Uhr

Die Zukunft des Hindenberger Gutshauses ist weiterhin unklar. Eine Zwangsversteigerung im Amtsgericht Grevesmühlen brachte gestern Vormittag nicht den erhofften Durchbruch. Für das Objekt wurde kein Gebot abgegeben. Zuvor war auch keine Sicherheitsleistung auf einem Konto der Deutschen Bundesbank eingegangen. Somit bleiben unter anderem das Amt Gadebusch, der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises und der Zweckverband Radegast vorerst weiterhin auf ihren Forderung sitzen. Sie verlangen für ausstehende Grundsteuern und Säumniszuschläge, Müll- und Trinkwasser- sowie Abwassergebühren insgesamt knapp 2500 Euro.

Der Verkehrswert des Anwesens beläuft sich auf 42 000 Euro. Für die Hälfte des Wertes hätte das Objekt gestern den Besitzer wechseln können. Für den Fall, dass ein Kreditinstitut zugestimmt hätte, wäre gestern auch eine Versteigerung für knapp 13 000 Euro möglich gewesen. Dass sich kein Käufer fand, verwundert einen Mieter des Hauses nicht. Während der Bieterstunde sagte der Mann mit grauen Haaren: „Es waren zwar viele Interessenten in Hindenberg, aber sie haben auf dem Absatz wieder kehrt gemacht.“

Sie waren vom baulichen Zustand des Gutshauses offenbar entsetzt. Es weist neben eines massiven Schwammbefalls auch Feuchtigkeits- und Verwitterungsschäden sowie Mauerrisse auf. „Der bauliche Zustand ist sehr unbefriedigend. Instandsetzungsmaßnahmen erfolgten in der Regel unter Missachtung des Denkmalschutzes“, ist in einem Gutachten nachzulesen.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es noch. So soll es im Mai einen weiteren Anlauf im Amtsgericht Grevesmühlen geben, das Objekt im Zuge der Zwangsvollstreckung zu versteigern. Möglicherweise sitzt wenigstens dann ein Bieter in dem Gerichtssaal.

Das Hindenberger Anwesen war vor etwa zwölf Jahren von einem Unternehmer gekauft worden. „Die Gemeinde Veelböken war damals froh darüber, da dass Gebäude in einem desolaten Zustand war. Doch seit etwa vier Jahren ist der Käufer nicht mehr erreichbar, er soll sich in den USA aufhalten“, sagte gestern Andreas Lausen vom Amt Gadebusch.

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