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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 17:19 Uhr

Gadebusch : Gutshaus-Sanierung mit Erfolg

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Während so manches Herrenhaus in MV verfällt, bauen Unerschütterliche wie Jan Träbing Westendorf Denkmäler wieder auf

svz.de von
erstellt am 27.Dez.2015 | 09:00 Uhr

Sie haben sich einen Namen gemacht: die Unerschütterlichen, die in MV Gushäuser sanieren. Einer von ihnen ist der Sänger Jan Träbing Westendorf, der in Ganzow ein Gutshaus denkmalgerecht ausbaut. Jahr für Jahr erreicht er zusammen mit dem Architekten Sönke Borgwardt ein weiteres Etappenziel. Und wie der Sanierungsstand ist, werden die Besucher vor oder auch nach dem heutigen Weihnachtskonzert, Beginn 17 Uhr, sehen können.

Noch vor Jahren glich das Gutshaus einer Ruine. Fenster, Türen und Kachelöfen waren zerschlagen. Das Dach war löchrig wie Schweizer Käse. „Als ein Handwerker hier einmal durchgelaufen war, rief er nur: ,Um Gottes Willen, wie will man das nur schaffen?‘ Der Mann hörte gar nicht mehr auf zu jammern“, erinnert sich Jan Träbing Westendorf.

Trotz der Unkenrufe entschied sich der Sänger für dieses Anwesen und legte los. Der Schutt, den er dann hier heraus karrte, passte auf 30 Container. „Jeder dieser Container war nachher etwa zehn bis 15 Tonnen schwer“, verdeutlicht Träbing Westendorf.

Inzwischen seien die schwersten Sanierungsaufgaben abgearbeitet worden. Man käme auf eine Summe von einer Million Euro, wenn man das, was geleistet wurde, in Handwerkerstunden umrechnen würde. Viele Arbeiten erledigte Träbing Westendorf selbst. „Fassaden und innere Struktur sind nahezu unverändert erhalten geblieben“, verdeutlicht Träbing Westendorf. Nach seinen Angaben gehört das 1756 in Ganzow erbaute Haus zu den wenigen erhalten Gutshäuser n des Spätbarocks. Das Gutshaus sei die einzige spätbarocke Dreiflügelanlage in Fachwerkbauweise dieser Größenordnung im ländlichen Raum MV.  

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