Reinhardtsdorf: 40 bis 65 Tonnen Ertrag pro Hektar : Guter Schnitt bei Maisernte

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Der tonnenschwere Feldhäcksler zieht seine Bahnen und schneidet und zerschreddert alles, was ihm vor die Schneide kommt. Und auf den Feldern bei Reinhardtsdorf kommt ihm einiges vor die Schneide.

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21. Oktober 2011, 08:49 Uhr

Reinhardtsdorf | Der tonnenschwere Feldhäcksler zieht seine Bahnen und schneidet und zerschreddert alles, was ihm vor die Schneide kommt. Und auf den Feldern bei Reinhardtsdorf kommt ihm einiges vor die Schneide, denn riesige Maispflanzen stehen auf 95 Hektar - und müssen ab.

Gut zwei Tage brauchen Harry Tobies und seine Kollegen von einem Bülower Lohnunternehmen, bis sie das Mais der Agrar AG Gadebusch abgeerntet haben. 14 Stunden-Tage, keine Seltenheit zur Erntezeit. "Aber das kennen wir nicht anders", sagt Harry Tobies und steigt in seinen Traktor. Dann fährt Harry den Hänger vor, stellt sich seitwärts zum Häcksler und rollt neben ihm über das Feld, damit die zerkleinerten Maispflanzen auf die Ladefläche geblasen werden können. 23 Tonnen passen in den größten der vier Hänger, die im Einsatz sind, und zwischen der Schweinemastanlage in Paetrow/Passow hin und her pendeln.

"Dort kommt der Mais in die Biogasanlage", sagt Jörg Haase, Geschäftsführer der Agrar AG Gadebusch. Er geht davon aus, dass pro Hektar rund 50 Tonnen Mais von seinen Feldern geholt werden können. "Und das ist ein ordentlicher Ertrag", so Haase. Da Jörg Haase auch gleichzeitig Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Nordwestmecklenburg ist, weiß er auch, wie es in diesem Jahr generell um den Mais steht. "Das bewegt sich im Schnitt zwischen 40 und 65 Tonnen", fasst Haase die Erfahrungswerte seiner Kollegen zusammen. "Das ist in Ordnung", bilanziert der Kreisbauernverband-Vorsitzende. Im vergangenen Jahr, so Haase, sei die Ernte mit 30 Tonnen pro Hektar wesentlich schlechter ausgefallen.

Insgesamt werden im Landkreis Nordwestmecklenburg rund 17 000 Hektar Land mit Mais bewirtschaftet. Das seien, so Haase, rund 17 Prozent der vorhandenen Bewirtschaftunsgfläche. In ganz Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit rund 15 Prozent der Fläche für den Maisanbau genutzt.

Viel Mais, und das bekommt auch Harry Tobies zu spüren. Bis runter nach Bützow reicht sein Arbeitsfeld. "Ich rechne damit, dass wir für verschiedene Betriebe noch zwei Wochen lang mit der Maisernte zu tun haben werden", sagt Tobies.

Mittlerweile ist sein Hänger gefüllt. Genau wie die anderen drei Kollegen wird er acht, neun Mal an diesem Tag zum Silo der Biogasanlage fahren, während der Feldhäcksler unermüdlich weiter alles das zerschreddert, was ihm vor die Schneide kommt.

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