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Münzfest Gadebusch : Gute Laune trotz Friesenwetter

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. Münzfest startete mit Verspätung. Trotz Absagen und Verschiebungen kamen zahlreiche Besucher. Mittelaltermarkt glich Feuchtbiotop

svz.de von
erstellt am 03.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Etwa 50 Prozent der eigentlichen Veranstaltungsdauer konnten die Besucher des 23. Münzfestes in diesem Jahr ohne Regenschirm nutzen. „Das ist natürlich ganz bitter für uns und die Händler. Wenn keine Leute da sind und kein Programm stattfinden kann, wird nichts verdient, hat man nur Kosten“, ist Veranstalter Matthias Maack sichtlich genervt ob der anhaltenden Nässe die vom Himmel kam. Bereits der Freitag fand so gut wie nicht statt, Eröffnung, Burgseekonzert und Höhenfeuerwerk wurden abgesagt und auf Sonnabendnachmittag, bzw. -abend verschoben (die SVZ berichtete).

Und die Händler? Auf und um den Markt sowie die Amtsstraße bis zum Museum standen die Buden zumindest auf gepflastertem Untergrund. Da ließen sich doch einige hartgesottene Festgänger am Freitag und Sonnabend sehen. Anders auf dem Mittelaltermarkt auf dem Sportplatz hinter der Museumsanlage – die glich einem Feuchtbiotop. „Die Wikinger haben am Freitag ihr Lager bei strömendem Regen aufgebaut – barfuß! Und haben die Nacht in den Zelten geschlafen“, berichtet Peter Wermke. Der Vorsitzende des Wismarer Münzvereins ist in diesem Jahr erstmals für die Live-Münzprägung zuständig. „Ich bin extra alle drei Tage hier, damit die gesamte Festzeit die richtige Stimmung herrscht“, erzählt er. Doch bis Samstagnachmittag hat Wermke mit seiner vier Meter hohen, historischen Fallstanze und der Windenpresse noch nicht eine Münze geprägt. „Ich kann das gar nicht machen. So lange es regnet, gelingt keine vernünftige Prägung. Zudem ruiniert er den Prägestempel und die Rohlinge“, erklärt der Münzexperte und Numismatiker. So begnügte sich Peter Wermke mit dem Verkauf bereits vorhandener Prägungen an die ob des widrigen Geläufs spärlich eintreffenden Kunden.

Aufatmen dann bei allen, als endlich am späten Nachmittag der Regen aufhörte. So blieben noch der Abend und der Sonntag – beide werden von Gästen, Händlern und Künstlern dann auch intensiv genutzt.

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