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Fasching beim Behindertenverband Rehna : Gute Laune trotz Einschränkung

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mitglieder der Behindertengruppe wollen auch dieses Jahr ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm absolvieren

svz.de von
erstellt am 14.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Karneval, Fasching, Fastnacht – den Mitgliedern des Behindertenverbandes der Klosterstadt ist es egal, wie das närrische Treiben in der fünften Jahreszeit genannt wird. Hauptsache, die Stimmung ist gut und alle haben Spaß. „Wir lassen uns nicht unterkriegen und versuchen so viel wie möglich zu unternehmen“, sagt Adelheid Gladrow bestimmt. „Aber leider sind wir nur noch 17 Mitglieder in unserer Gruppe – wir waren mal über 30“, fügt sie hinzu.

Die Behindertengruppe Rehna gehört zusammen mit den Gruppen Roggendorf und Schlagsdorf zum Behindertenverband Gadebusch e.V., der vergangenes Jahr sein 25-jähriges Bestehen gefeiert hat. Ironie des Schicksals: Die zurückgehende Teilnehmerzahl hat dafür gesorgt, dass sich die Ortsgruppe Gadebusch aufgelöst und der Roggendorfer Gruppe angegliedert hat. Ein Umstand, den auch Rehna ereilen könnte. „Aufgrund des doch schon fortgeschrittenen Alters und auch Wegzügen von Mitgliedern werden wir immer weniger“, bedauert Gruppenleiterin Gladrow. Sie würden gern neue Mitglieder aufnehmen, aber viele wüssten gar nicht, dass es solch eine Gruppe in Rehna gibt, so die Rentnerin, die für fünf Jahre an die Spitze der Gemeinschaft gewählt wurde. Dabei ist es nicht einmal zwingend erforderlich, dass der- oder diejenige einen offiziellen Behindertenausweis besitzt. Den gibt es nämlich erst ab einem Behinderungsgrad von 50 Prozent.

Dennoch schaffen es die Rehnaer einmal im Monat eine Veranstaltung zu organisieren. Die Aktivitäten reichen dabei von Sport-, Kultur- oder Spielenachmittagen bis hin zu Informations- und Reiseveranstaltungen. „Das sind dann unsere Höhepunkte im Jahr. Wir lassen es uns zum Beispiel nicht nehmen, einmal im Jahr eine gemeinsame Tagesreise zu machen“, berichtet Adelheid Gladrow. Wohin es dieses Jahr im Mai geht, stehe noch nicht fest, das richte sich auch immer ein bisschen nach den Kosten. Genauso, wie bei den anderen Veranstaltungen auch. „Wir sind da auch ein wenig von Sponsoren abhängig. Hier gibt es so viele Firmen, da wäre die eine oder andere Unterstützung wirklich wünschenswert“, wirft ein Mitglied der Behindertengruppe in die Runde.

Für die nächste Veranstaltung wird allerdings keine Unterstützung gebraucht: Am 14. März kommt die Vorsitzende des Gadebuscher Gesamtverbandes, Jutta Stüber. Die Roggendorferin wird im Deutschen Haus in Rehna bereits um 13.30 Uhr über das neue, zweite Pflegestärkungsgesetz informieren. Das Gleiche tut sie dann eine Stunde später in Roggendorf noch einmal.

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