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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. November 2017 | 14:29 Uhr

Rehna : Gute Bücher und ein Cappuccino

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Erstes Lesecafé der Stadtbibliothek am 12. Juni. Ungezwungener Austausch über Literatur im Deutschen Haus von Rehna

von
erstellt am 18.Mai.2015 | 00:09 Uhr

„Viele reden über das was sie gelesen haben, aber einen wirklichen Austausch darüber gibt es nicht“, sagt Rebekka Duge. Die Leiterin der Stadtbibliothek in Rehna möchte dies ändern. Ein Lesecafé schwebt ihr vor - in einer gemütlichen Ecke der Bibliothek oder im Gemeinschaftsraum des Deutschen Hauses.

An Möglichkeiten mangelt es jedenfalls nicht im ältesten Fachwerkhaus der Kleinstadt. An Café oder Cappuccino bzw. Latte macchiato ebenso wenig, denn technisch ist das Deutsche Haus bestens gerüstet. Bevor der erste Wasserdampf durch Metallsiebe auf frisch gemahlenen Bohnenkaffee trifft, sollten sich die Bücherfreunde den 12. Juni vormerken. Ab 15.30 Uhr lädt Duge zum Plausch über Literatur ein.

„Mal sehen wer vorbeischaut“, sagt sie. Nicht weniger spannend bleibt die Frage nach der Lektüre, die Besucher mitbringen, denn um die bereits vorhandenen 9000 Medien der Bücherei sollen sich die Gespräche nicht drehen. Statt dessen sind neue Anregungen und Geschichten über als auch um Bücher, die Menschen faszinieren erwünscht; wie eingefleischte Krimileser sich plötzlich in einem anderen Genre wiederfanden.

Inhalt und Form geben die Besucher vor. Ein Korsett gebe es nicht, so Duge. Somit sind Klassiker wie „Altes Land“ von Dörte Hansen ein mögliches Gesprächsthema. Eine Geschichte über Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine klischeefreie Erzählgeschichte mit dem Schwerpunkt Familie, Liebe und die neue norddeutsche Heimat.

Bücher, über die Janna Panzram aus Rehna mit Freunden weniger plaudert. Aber was nicht ist, könne ja noch werden, meint sie. Die Schülerpraktikantin der Bibliothek kann sich mit der Idee Lesecafé jedenfalls anfreunden. Handy und Tablet-Computer seien grundsätzlich interessant, meint sie. Aber: „Seit dem Start meines Praktikums greife ich eher zum Buch. Wenn am Ende mit Gleichgesinnten ein Austausch über Bücher gelingt, kann das nur einfach Spaß bereiten“, sagt die Gymnasiastin. Aktiv unterstützt die 17-Jährige die Vorbereitungen und entwirft ein Plakat. Neue Aufgaben mit und um Bücher, die fordern und formen. Schriftsteller Voltaire meinte einst: „Beim Lesen guter Bücher wächst die Seele empor.“ Janna Panzram fand dieses Zitat zum Start des Lesecafés passend und fügt auf ihrem Plakat ein weiteres von Gustave Flaubert hinzu: „Lies, um zu leben.“ Genau darauf zielt das neue Angebot der Stadtbibliothek ab. Rebekka Duge: „Sicherlich gibt es Internet und Facebook, aber ein Treffpunkt um die Ecke, der ist und bleibt wesentlich persönlicher.“ Wer dabei sein möchte: 12. Juni, 15.30 Uhr Stadtbibliothek, Deutsches Haus in Rehna.

 

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