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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

15. Dezember 2017 | 07:29 Uhr

Krembz / KNeese : Gut gelaunt unter der Erntekrone

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kulturprogramm auf dem Archehof in Kneese / Oldtimer Show in Krembz

svz.de von
erstellt am 28.Sep.2014 | 23:45 Uhr

Krembz feiert gerne und das war am Wochenende angesichts der zahlreichen gut gelaunten Teilnehmer beim Erntedankfest nicht zu übersehen. Auch Leif Tennemann, alias Hausmeister Erwin, passte beim Frühschoppen im Krembzer Dorfgemeinschaftshaus bestens ins Bild.

Einmal im Jahr holt Uwe Stief seine Oldtimer-Raritäten aus der Garage. Mit einem Fendt-Traktor aus dem Jahr 1939 begleitete er den Umzug. „Ich hole die Trecker einmal im Jahr aus der Scheune, genau zum Erntedankfest“, erzählt der Krembzer. Diesmal fand er nicht ausreichend Fahrer und somit nahm er mit zwei Traktoren am Umzug teil.

Vorweg trugen Klaus Lübbert und Herbert Oswald die gut 30 Kilogramm schwere Erntekrone. Auf Forken aufgespießt, folgten sie mit der Krone dem Lübecker Musik- und Fanfarenzug durch das Dorf. Glücklicherweise gab es zahlreiche Pausen, sorgten die Einwohner mit Getränken für die Umzugsteilnehmer. So auch bei Familie Kipp. Dort hatte Franziska Jörn jede Menge zu tun, die kleinen Schnapsflaschen schnellstmöglich unter die Leute zu bringen, während der Rest der Familie mit dem Nachschenken beschäftigt war. „Das gehört dazu“, war sich Familie Kipp sicher. Mit bester Unterhaltung von „Hausmeister Erwin“ beim Frühschoppen am Sonntag und einer Tombola endete das Erntefest 2014 in Krembz.

In der Nachbargemeinde Kneese war die Stimmung auf dem Arche Hof der Domäne Kneese ebenso perfekt. Die frühherbstliche Sonne tauchte dort die weißen Kuppelzelte unter der Erntekrone in Wärme und Sonnenlicht. Hunderte Besucher feierten am Sonnabend mit dem Hagenower Lebenshilfewerk ein schönes Erntefest. Rund 30 Fachkräfte und etwa 50 helfende Mitarbeiter der Werkstätten und Betriebe sorgten dafür, dass es den Gästen mit und ohne Behinderung an nichts fehlte.

Einer der Helfer ist Marcus Brümmer aus Boizenburg. Er steht an einem Tisch und wippt zu den plattdeutschen Liedern von Reuters Fritzen, die dem Pokrenter Posaunenchor auf der Bühne folgten. Plötzlich hat er es eilig. „Ich mag die Musik, aber ich nehme das Geld für die Kutsche von den Leuten.“ Dann läuft er zum Eingang, wo die von zwei Tinker-Schecken gezogene Kutsche schon mit den nächsten Passagieren auf ihn wartet. Für Step-by-Step, die Musikgruppe der Hagenower Werkstätten, will er wiederkommen.

Der Duft köstlicher Bratkartoffeln aus hofeigner Ernte und gebratenem Schweinefleisch aus eigener Produktion mischt sich mit dem des Brotes aus der Hofbäckerei. Im vollen Café stehen die Besucher Schlange für ein Stück des selbstgebackenen Pflaumenkuchen und eine Tasse „Länderkaffee Honduras“. Der Kaffee kommt aus der im Mai eröffneten und zum Lebenshilfewerk Hagenow gehörenden Rösterei. Das Lebenshilfewerk unterstützt auf diese Weise eine Kooperative von 70 Frauen in Honduras, denen die Kaffee-Ernte direkt abgekauft wird.

Gegenüber drehen sich Spinnräder für die offene Norddeutsche Spinnmeisterschaft. Hauptgewinn ist eine tönerne Glocke. Sie wird auf dem Hof bleiben und den Grundstock legen für ein Glockenspiel aus Tonglocken, hergestellt von Mitarbeitern der Töpferwerkstatt des Lebenshilfewerks. Ein Glockenspiel soll in den nächsten Jahren entstehen.




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