Mölln : Großfeuer auf Recyclinghof

Ein Großfeuer bei Mölln hat in der Nacht zum Mittwoch rund 300 Feuerwehrleute auf den Plan gerufen. Christian Nimtz
Ein Großfeuer bei Mölln hat in der Nacht zum Mittwoch rund 300 Feuerwehrleute auf den Plan gerufen. Christian Nimtz

Ein Großfeuer hat in der Nacht zu Mittwoch das außen liegende Ballenlager eines Recylinghofs in Grambek bei Mölln vernichtet. Es entstand ein Schaden von etwa 600 000 Euro. Mehr als 300 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

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12. September 2012, 06:56 Uhr

Mölln | Ein Großfeuer hat in der Nacht zu Mittwoch das außen liegende Ballenlager eines Recylinghofs in Grambek bei Mölln vernichtet. Dabei entstand ein Schaden von etwa 600 000 Euro.

Mehr als 300 Feuerwehrleute aus 25 Wehren aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg waren im Einsatz. Die Flammen loderten mehr 30 Meter hoch in den Nachthimmel empor. Eine pechschwarze Rauchsäule stieg mehrere hundert Meter in den Nachthimmel. "Das in Vollbrand geratene Ballenlager hatte die Ausmaße eines Fußballfeldes, wenn nicht noch größer", sagte Einsatzleiter Bernd Ergezinger. Auch ein dicht daneben stehender Wald geriet in Brand und musste gelöscht werden. Der gewaltige Feuerschein war in mehr als zehn Kilometer Entfernung noch zu sehen. Anwohner wurden über Rundfunk vor der starken Rauchentwicklung gewarnt.

"Die zum Schutz der Anwohner durchgeführten Rauchgasmessungen durch den Löschzug Gefahrgut, ergaben, trotz des gewaltigen Gestanks, keine Besorgnis erregenden Werte", sagte Feuerwehrpressesprecher Thomas Grimm. Neben 25 freiwilligen Feuerwehren waren auch die Werksfeuerwehr des Kernkraftwerks Krümmel mit einem Spezial-Schaumlöschfahrzeug, das Technische Hilfswerk (THW) aus Ratzeburg und Mölln, die Technische Einsatzleitung (TEL), die Kreisrufbereitschft sowie die Betreuungsgruppe des DRK im Einsatz. Aufgrund über die Schienen verlegter Schläuche musste auch die Bahnstrecke Lübeck-Lüneburg komplett gesperrt werden.

Laut Geschäftsführer Jens Göhner sind auf dem Recyclinghof mehr als 450 Tonnen gepresste Abfälle (Recyclingmaterial) gelagert. "Zum Glück konnten wir durch eine Riegelstellung mit zwei Drehleitern aus Mölln und Ratzeburg ein Übergreifen der Flammen auf die dicht daneben stehende riesige Sortierhalle verhindern", sagte Einsatzleiter Bernd Ergezinger. Auch der Wasserwerfer der Freiwilligen Feuerwehr Ratzeburg kam mit seinen großen 9000 Litern Wassertank zum Einsatz und bekämpfte die Flammen.

"Zur Brandursache können wir noch keine Angaben machen", sagte ein Polizeisprecher. Mitarbeiter die gerade in der Sortierhalle gearbeitet haben, hatten nur einen lauten Knall wahrgenommen und dann hat es auch schon gebrannt. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnten noch keine Angaben gemacht werden.

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