Bjarne Mädel in MV : Großes Kino auf dem Lande

Die Schauspieler Lars Eidinger und Bjarne Mädel (r.) spielen in „25 km/h“ die Brüder Christian und Gregor. Gestern knatterten sie für Dreharbeiten zwischen Thandorf und Rieps umher.
Die Schauspieler Lars Eidinger und Bjarne Mädel (r.) spielen in „25 km/h“ die Brüder Christian und Gregor. Gestern knatterten sie für Dreharbeiten zwischen Thandorf und Rieps umher.

Die Grimme-Preisträger Bjarne Mädel und Lars Eidinger knattern für den Film „25 km/h“ über Land

von
05. September 2017, 05:00 Uhr

MV wird erneut zur Kulisse für einen Kinofilm. „25 km/h“ heißt das Werk des Regisseurs Markus Goller und soll am 13. September nächsten Jahres in die Kinos kommen. Damit dies klappt, schwangen sich gestern die Schauspieler Lars Eidinger und Bjarne Mädel auf Mofas und knatterten zwischen Thandorf und Rieps umher. Denn hier wurden einige Szenen für diesen Film gedreht.

Ungewollt Bekanntschaft machte der Grimme-Preisträger Bjarne Mädel dabei mit Exoten, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen. Die Rede ist von den Pampastraußen von Mecklenburg. „Einige dieser Nandus habe ich schon entdeckt und gehört, dass sie Landwirten ein paar Probleme bereiten sollen“, sagte Bjarne Mädel der SVZ. Dann fügte er verschmitzt hinzu: „’Problemvögel‘ habe ich aber auch schon paar Mal vor der Kamera gesehen – zum Glück aber nicht in diesem Film.“

In eben diesem Film spielt Bjarne Mädel den Tischler Georg, der seinen Vater bis zu dessen Tod pflegte. Georgs Bruder Christian (Lars Eidinger) hingegen ist Manager. Beide haben sich 20 Jahre lang nicht gesehen und treffen sich erst zur Beerdigung ihres Vaters wieder. Während des „Fellversaufens“ beschließen sie eine Mofa-Tour quer durch Deutschland nachholen zu wollen, von der sie eigentlich schon als Jugendliche geträumt hatten. Welche Abenteuer sie dabei erleben, darauf ist Thandorfs Bürgermeister Wolfgang Reetz schon heute gespannt. „Diese Region mit seinen schönen Dörfern ist es wert, im Medium Film gezeigt zu werden. Weitere Regisseure sind hier gerne willkommen“, sagt Reetz. Seine Hoffnung: Vielleicht erkennen dann noch mehr Menschen aus dem Raum Lübeck, dass die Welt hinter der Wakenitzbrücke nicht zu Ende ist, wie sie es 40 Jahre lang einmal war.

Im Bereich jener Wakenitzbrücke, die Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein verbindet, wollte das 60-köpfige Filmteam gestern weitere Szenen drehen. Von heute an sind nach Angaben der Filmcrew Dreharbeiten in Berlin geplant. Und vielleicht wird Bjarne Mädel in der Hektkik des Großstadtdschungels das vermissen, was er gestern in einer Drehpause als – so wörtlich – „sensationell“ bezeichnete: die Gegend um Thandorf und Rieps mit ihrer Natur und den wunderschönen Reet gedeckten Häusern.

Es ist nicht das erste Mal, dass Nordwestmecklenburg zum Filmland wurde. Hier entstanden bereits Szenen für den Kinder- und Jugendfilm „Hände weg von Mississippi“, für die Dramen „Das weiße Band“ und „Die Flucht“ oder die Komödie „Arme Ritter“. Darüber hinaus nimmt regelmäßig die TV-Soko-Wismar ihre Ermittlungen auf und geht in und um die Hanse- und Kreisstadt auf Verbrecherjagd. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen