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Tag der offenen Tür : Großer Andrang an Lützower Schule

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Informationsveranstaltungen und Probeunterricht bot der Tag der offenen Tür der Regional- und Grundschule

Celina stehen die Haare zu Berge. Im Physikraum der Regional- und Grundschule Lützow sitzt sie unter einer Metallplatte, während ein leichter Stromfluss ihre Haare wie von Zauberhand nach oben zieht. „Es kribbelt etwas“, sagt sie und lacht fröhlich. Celina ist freiwilliges Versuchkaninchen von Physiklehrer Rüdiger Knoll. Elektrische Aufladung, die der „haarige“ Versuch demonstriert, ist eines von vielen physikalischen Phänomenen, die am Tag der offenen Tür an der Schule in Lützow neugierig und Lust auf mehr machen sollten. Für ein paar Stunden blickten Eltern hinter die Kulissen, bekamen Schüler die Chance, ihre künftige Schule, Lehrer und Mitschüler jenseits von Pflicht und Hausaufgaben kennen zu lernen.

Kristine Kalkhorst (52) lehrte in Lüdersdorf, bis sie vor einem Jahr die Nachfolge des kommissarischen Schulleiters Uwe Döffinger antrat. „Mit so viel Andrang haben wir gar nicht gerechnet“, sagt sie. Während die Junioren sich erst einmal in der Sporthalle austoben dürfen, beantwortet sie Fragen der Eltern zu Unterrichtsinhalten, Schülertransport und Ganztagsangeboten, Betreuungs- und Fördermöglichkeiten. Rund 300 Kinder besuchen die Lützower Schule. „Wir werden voraussichtlich 34 Erstklässler bekommen“, so Kalkhorst. Ob daraus zwei Klassen werden, hängt von den Zuweisungen aus anderen Schulen ab.

Während Jolina Rutz (10) aus Wodenhof zum Probeunterricht geht, entdeckt Bruder Corin (5) im reich ausgestatteten Biologie-Raum unterm Mikroskop die Welt im Wassertropfen, rennt aufgeregt von einem Schaukasten zum anderen. Er will unbedingt hier zu Schule“, sagt Mama Daniela Rutz, die ihrem begeisterten Sohn kaum nachfolgen kann.

Biologie-Lehrerin Marita Megebier ist seit 1979 an der Lützower Schule, hat alle Systeme durchgemacht. Die heutigen Gebäude mit den hellen und gepflegten Klassenräumen wurden 1996 bezogen. „Wir sind stolz auf unsere umfangreiche und moderne Biologie-Ausstattung, besonders auf die vielen Mikroskope“, sagt sie. Melanie Plackties und Ronald Kurtz blättern in Schulbüchern und Unterrichtsmappen, die auf dem Tisch ausgelegt sind. Sie haben Sohn Logan (10) dabei. „Eigentlich sollte er auf das Sportgymnasium. Aber er möchte lieber hier zur Schule gehen.“

Der Duft von Waffeln, die alle Kinder heute umsonst bekommen, begleitet die Besucher durch die Flure. Im ersten Stock wartet Informatiklehrer Reimer Wulf im Computerraum auf seine Probeschüler, die sich - wer hätte es anders erwartet – begeistert vor die Bildschirme setzen. Textverarbeitung, Animationen, das Erstellen von Power-Point-Präsentationen, die Arbeit mit Excel-Tabellen sind Unterrichts-Schwerpunkte. Die Nutzung ist Fächer übergreifend. In Mathematik und Physik, aber vor allem im Fach AWT (Arbeit, Wirtschaft, Technik) liefert der Computer Anschauungsmaterial. „Zu sehen, wie ein Motor arbeitet“, erläutert Wulf, „erleichtert das Verständnis.“ Achtzehn Computerplätze stehen der Grundschule zur Verfügung, noch einmal dreißig den weiterführenden Klassen, größtenteils ausgestattet mit neuester Technik.“ Mit ein paar Mausklicks entsteht auf dem Bildschirm vor Jesse-Paulina Knabe ein luxuriöses Haus, der virtuelle Hubschrauber liefert der Zehnjährigen Ansichten aus jeder Perspektive. Währenddessen zeigt Pepe Kinse (10) im Physikraum gegenüber Papa Marco, wie der Magnet die Eisenfeilspäne auf dem Papier bewegt. Pepe freut sich auf Lützow. „Besonders auf Physik.“

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erstellt am 21.Jan.2014 | 13:00 Uhr

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