Pokrent : Große Oper auf kleiner Bühne

Jana Weichelt  und Karl H. Gründel führten in  Pokrent  Mozarts „Zauberflöte“ auf.
Jana Weichelt und Karl H. Gründel führten in Pokrent Mozarts „Zauberflöte“ auf.

Das Salontheater Dresden führte „Die Zauberflöte“ in der Pokrenter Scheune auf/ Kinoabend am 7. August mit „Liberace“

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30. Juli 2014, 00:00 Uhr

Einen besonderen kulturellen Höhepunkt hat es in der Pokrenter Scheune gegeben. Dort führte das Kleine Salontheater Dresden die „Zauberflöte“ auf. Bei einer Kapazität von rund 45 Plätzen war die Vorstellung mit knapp 40 Besuchern fast ausverkauft, so dass der „kulturelle Auftakt in der Scheune“ von Maike und Andreas Staudt als durchaus gelungen bezeichnet werden kann.

Das Stück war wundervoll inszeniert – hinzu kam das besondere Ambiente der Scheune, in der das Theaterstück stattfand. Angefangen von den Strohballen, die als Sitzmöglichkeit dienten bis hin zur hofeigenen Katze, die sich während der Aufführung zum Schlafen auf die Bühne legte.

Mit dem Stück „Die Zauberflöte“ brachte das Kleine Salontheater Dresden eine große Oper mit märchenhaften Motiven auf die Bühne, die Mozart kurz vor seinem Tod geschrieben hatte. „Ihre Botschaft weist ohne moralischen Zeigefinger auf Versöhnung und Liebe im menschlichen Miteinander“, so Karl H. Gründel vom Kleinen Salontheater.

Mit viel Sinn für Details, Humor und überraschende Wendungen erweckten Gündel und seine Partnerin Jana Weichelt ihre Protagonisten zum Leben: Tamino, Pamina, Papageno und die Königin der Nacht. Dabei wurde schnell klar, dass ein Künstler an einem Tischtheater mehr ist als allein ein Figurenspieler: Er ist Bühnenarbeiter, Musiker, Beleuchter, Requisiteur und Geräuschemacher.

Gründel ist seit 2011 Betreiber, Regisseur und Spieler des Kleinen Salontheaters. Der gebürtige Leipziger hatte1986 als Dramaturg am Puppentheater Gera begonnen. Zuvor hatte sich der Ingenieur bereits sechs Jahre lang nach Feierabend im Amateurtheater engagiert.

Dass er nun eine Aufführung in Pokrent gab, war eher dem Zufall geschuldet. Nachdem Bürgermeister Stefan Janssen von der Pastorin Gesine Isbarn erfahren hatte, dass die Dresdner in der Groß Brützer Pfarrscheune auftreten würden, nahm er auf Empfehlung Kontakt mit dem Kleinen Salontheater auf. Die Vorstellung in Pokrent wurde einfach an den Groß Brützer Termin „rangehängt“.

Die nächsten Veranstaltungen in der Pokrenter Scheune sind bereits geplant. „Wir werden am Donnerstag, 7. August, um 19.30 Uhr den Film ,Liberace’ aufführen können. Außerdem ist am Nachmittag des 9. August eine Kinder- und Jugendfilmvorführung geplant“, kündigt Stefan Janssen an.

Wer an einer Vorführung teilnehmen möchte, kann unter info@gemeinde-pokrent.de gern Informationen anfordern.

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