Ausstellung in Rehna : Große Kunst hinter Klostermauern

Erika Szameitat stellt das erste Mal in Rehna aus. Sohn Jörn hilft ihr beim Aufhängen der Bilder.  Fotos: peter täufel
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Erika Szameitat stellt das erste Mal in Rehna aus. Sohn Jörn hilft ihr beim Aufhängen der Bilder. Fotos: peter täufel

Hamburger Malerin stellt im Kreuzgang 30 Ölgemälde und 14 Akt-Pastelle sowie 24 Keramiken ihres verstorbenen Mannes aus

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03. Juni 2017, 05:00 Uhr

Die zweite Kunstausstellung in diesem Jahr im Kloster Rehna stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Das zumindest behauptet Andrea Bartels vom Klosterverein, der Ausrichter ist. „So eine hohe Qualität und dann noch in dieser Vielfalt, das ist schon beeindruckend und der absolute Höhepunkt unserer bisherigen Kunstausstellungen hier“, schwärmt Bartels von den Werken der Hamburger Künstlerin. Gestern Abend wurde die Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet.

Erika Szameitat ist eine reife, jedoch jung gebliebene Künstlerin im Alter von 83 Jahren, die immer wieder neugierig auf Neues ist und es entsprechend in ihrer Kunst verarbeitet. „Ich habe schon als Kind angefangen zu malen und auch während des Krieges und auch kurz danach nicht damit aufgehört“, erzählt die in Schlesien geborene Frau. Besonders Landschaften haben es ihr angetan. Seit vielen Jahren reist sie durch die Welt und hält vor allem in Ölgemälden ihre Eindrücke fest. „30 Bilder stelle ich hier aus. Mit Motiven aus Alaska, Kanada, Thailand, Indonesien und Deutschland natürlich“, erklärt Erika Szameitat.

Doch nicht nur Landschaften in Öl erwarten die Besucher der Ausstellung. Auch 14 Akte in Pastellmalerei hat die Hamburger Künstlerin mitgebracht. Abgerundet wird die Ausstellung von 24 Keramiken, wovon einige Erika Szameitat besonders am Herzen liegen. „Da sind welche darunter, die stammen noch von meinem Mann, der leider bereits verstorben ist“, sagt die 83-Jährige.

Dass diese Ausstellung überhaupt zustande gekommen ist, liegt an einem Zufall: „Die Idee ist im Freundeskreis entstanden. Ein Mitglied des Klostervereins ist mit einem Verwandten von Erika Szameitat bekannt und so ist der Kontakt entstanden“, berichtet Andrea Bartels. Und noch ein weiterer Zufall sorgt dafür, dass diese Ausstellung nicht wie sonst üblich einen Monat zu sehen sein wird, sondern doppelt so lange. „Uns hat ein Künstler, mit dem wir eine Ausstellung geplant hatten, abgesagt“, erklärt Bartels.

Obwohl diese Ausstellung nicht zu den Veranstaltungen des am Pfingstwochenende stattfindenden „Kunst offen“ gehört, kann sie trotzdem besucht werden. Das Kloster ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. In dieser Zeit können die Werke angesehen werden.

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