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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Oktober 2017 | 11:39 Uhr

Schlagsdorf : Grenzhus wird zur Funkstation

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Amateurfunker erinnern mit einem Sonderrufzeichen an den Mauerfall vor knapp 25 Jahren

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Aus Anlass des 25. Jahrestages der Öffnung der innerdeutschen Grenze werden Amateurfunker aus den Ortsverbänden Ratzeburg, Ahrensburg/ Großhansdorf und Grevesmühlen auch im Grenzhus Schlagsdorf aktiv. Sie erinnern mit dem Sonderrufzeichen DQ25GRENZE an das historische Ereignis.

Obwohl die Funkwellen jede staatliche Grenze überwinden, trennte die Amateurfunker in Deutschland eine Grenze. Sie gingen ihrem Hobby in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Systemen nach. Doch auch unter den gegensätzlichen Rahmenbedingungen und verschiedenen technischen Möglichkeiten einte sie das technische Interesse und die Sehnsucht nach internationalen Kontakten. So bestanden bereits vor 1989 Kontakte, die nach der Grenzöffnung vertieft wurden.

„Mit dieser Aktion wird ein erstes und ungewöhnliches Erinnerungszeichen im Jahr 2014 gesetzt, um diesen bei vielen Menschen unvergessenen Moment der Grenzöffnung im Gedächtnis zu verankern. Die Funker richteten das Sonderrufzeichen ein – wohl am besten vergleichbar mit einer Sonderbriefmarke bei der Post – und gestalteten eine QSL-Karte“, erklärt Dr. Andreas Wagner vom Grenzhus Schlagsdorf. Die Karte – gewissermaßen auch die Visitenkarte des Funkers – erhält jeder, der auf dieses Sonderrufzeichen antwortet. Mit dieser besonderen Aktion tragen die Funker zu einer weltweiten Beachtung des Jubiläums bei und stellen Verbindungen zu Orten der Geschichte her. Im Januar 2014 senden die Amateurfunker immer freitags und samstags aus dem Grenzhus Schlagsdorf. „Weitere Funkstationen werden im Verlauf des Jahres die Halbinsel Stintenburg, die ehemaligen Grenzübergänge bei Wietingsbek und Mustin sowie das Rathaus von Ratzeburg sein“, kündigt Wagner an. Interessierte sind herzlich willkommen, um den Amateurfunkern über die Schulter zu schauen und Erinnerungen aus dem Amateurfunk im geteilten Deutschland auszutauschen.

Im Grenzhus werden die Geschichte der innerdeutschen Grenze zwischen Ostsee und Elbe und ihre Folgen für die Landschaft und die Bewohner des Grenzraumes erzählt. Es ist ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Lernens mitten im historischen Grenzraum.

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