Umbau : Grenzhus erhält Finanzspritze

 Grenzhus in Schlagsdorf.
Grenzhus in Schlagsdorf.

Bund stellt 485 000 Euro zur Umgestaltung der Ausstellung aus Mauerfonds bereit

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15. November 2014, 00:15 Uhr

Das Grenzhus Schlagsdorf wird in den kommenden Monaten mit der Umsetzung des neuen Ausstellungskonzeptes starten. Unterstützung gibt es dafür von Bundesebene. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat sich für eine Förderung des wichtigsten Grenzmuseums in Mecklenburg-Vorpommern ausgesprochen und 458 000 Euro für die Umgestaltung der Ausstellung bereitgestellt. Wie Bundestagsmitglied Eckhardt Rehberg (CDU) mitteilt, stammen die Finanzmittel aus dem Mauerfonds für MV. „In dem Museum wird die Geschichte der innerdeutschen Grenze zwischen Ostsee und Elbe und ihre Folgen für die Landschaft und die Bewohner des Grenzraumes erzählt. Es ist ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und des Lernens mitten im historischen Grenzraum“, so Eckhardt Rehberg.

Dem Mauerfonds fließen die Mittel aus der Veräußerung von Mauer- und Grenzgrundstücken zu. Mit den Mitteln unterstützt der Bund Projekte von wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Bedeutung.

Andreas Wagner, Leiter Grenzhus, ist über derartige gute Nachrichten erfreut. Erst vor zwei Jahren hat der Trägerverein Politische Memoriale mit dem Förderverein Biosphäre Schaalsee, der Gemeinde Schlagsdorf und dem Amt des Biosphärenreservat Schaalsee eine Konzept zur Umgestaltung auf den Weg gebracht. „Das ist einfach toll. Wir haben die Chance, unsere Dauerausstellung neu und barrierefrei gestalten zu können“, sagt Wagner.

Die Dauerausstellung gilt als Kernstück der Bildungserlebniswelt, die sich mit der Geschichte der Grenze, Zusammenhänge in der Natur und künftige Ausrichtung beschäftigt. „Die Entscheidung in Berlin kann nur begrüßt werden. Es zeigt, welche Verantwortung das Grenzhus hinsichtlich der Aufarbeitung der Grenzgeschichte in MV und das Zusammenspiel von Wissenschaft und Bildung hat“, sagt Gerd Schriefer vom Förderverein Biosphäre. Die gute Nachricht erfreut auch Bürgermeister Ingo Melchin: „Ich begrüße diese Entscheidung und wünsche mir, das die zur Verfügung gestellten Mittel im vollen Umfang und sinnvoll für den vorgesehenen Zweck eingesetzt werden.“ Für ihn seien das inhaltliche Fragen, die Ausstellung und das Haus.

Erst im Januar gab es vom Land MV Geld für die personelle Ausstattung in Höhe von 160 000 Euro. Die Umgestaltung de Grenzhuses erfolgt in Kooperation mit der Agentur „Impuls“. Bereits Anfang des Jahres wurde der Finanzbedarf für die neue Ausstellung inklusive barrierefreier Gestaltung von Haus und gastronomischer Einrichtung auf bis zu 850 000 Euro geschätzt.


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