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Timmendorfer Strand : Granate beim Hafenkapitän abgegeben

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Eine scharfe Granate aus dem Zweiten Weltkrieg hat ein Spaziergänger auf Poel am Timmerndorfer Strand gefunden und dem Hafenkapitän ahnungslos vors Büro gelegt. Der Munitionsbergungsdienst sprengte sie kontrolliert.

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erstellt am 23.Okt.2012 | 06:06 Uhr

Nordwestmecklenburg | Einfach unglaubliches Glück hatten ein Spaziergänger und der Hafenkapitän von Timmendorf auf der Insel Poel. Am Montag rief um 5 Uhr der Hinweisgeber bei der Polizei an. Er teilte den Beamten mit, dass er am Sonntag am Strand von Timmendorf spazieren war. Dabei fand einen einen zylindrischen Gegenstand aus Metall und nahm diesen an sich. Anschließend packte der Mann den Gegenstand in eine weiße Plastiktüte und legte diese vor das Büro des Hafenmeisters. Nach eigenen Angaben dachte er sich nichts weiter dabei.

Am nächsten Morgen fiel ihm dann ein, dass es sich um eine Granate handeln könnte und rief aus Sorge die Polizei. Diese fuhr umgehend zum Büro und sperrte den Bereich. Gleichzeitig informierten die Beamten den Munitionsbergungsdienst in Schwerin, der die Granate mitnahm und kontrolliert sprengte. Nach Angaben des Munitionsbergungsdienst handelte es sich bei der gefundenen Munition um eine Sprenggranate Kaliber 3,7 cm. Diese stammte aus dem Zweiten Weltkrieg und wurde unter anderem zur Panzerabwehr und als leichtes Flakgeschoss eingesetzt. Die Granate war noch scharf.

Es wird darauf hingewiesen, dass auch im Bereich Schwarzer Busch auf Poel und in Rerik immer wieder scharfe Munition gefunden wird.

Bei einem Fund eines solchen Gegenstandes ist die Fundstelle zu markieren und abzusperren. Der Finder sollte anschließend die Polizei oder den Munitionsbergungsdienst informieren und bis deren Eintreffen vor Ort in geeigneter Entfernung warten. "Auf keinen Fall sollten die Gegenstände angefasst oder gar transportiert werden", warnt André Falke von der Polizeiinspektion Wismar.

Der Munitionsbergungsdienst weist zudem darauf hin, dass es verschiedenste Munitionsarten mit unterschiedlichsten Auslösemechanismen gibt.

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