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Gadebusch : Glockenschläge erinnerten an friedliche Revolution

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kirchgemeinden setzten am Abend ein unüberhörbares Zeichen

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 00:26 Uhr

Mit dem Läuten von Kirchenglocken ist in Gadebusch und weiteren Orten gestern Abend ab 18.45 Uhr an die friedliche Revolution vor 25 Jahren erinnert worden. Damals waren in Leipzig 70 000 Menschen auf die Straßen gegangen, um für Freiheit und Demokratie zu demonstrieren. Einen Monat später fiel die Mauer.

Zu jener Zeit ist die Gadebuscher Kantorin Annette Burmeister in Leipzig gewesen. „Alle Seiten waren sich am 9. Oktober 1989 nicht sicher, was an dem Abend passieren würde. Nur eine Woche zuvor waren in der Stadt Menschen gezielt zusammengeschlagen worden. Ich hatte Freunde, die auf der Demo waren“, erinnert sich Burmeister. Als 1989 zehntausende Menschen auf die Straßen gingen, war Burmeister als Kantorin in der sächsischen Stadt tätig. „Ich hatte Ärzte im Chor, denen plötzlich gesagt wurde, dass sie am 9. Oktober Bereitschaftsdienst hätten und die über die mögliche Behandlung von Schussverletzungen informiert wurden. Es hätte alles eskalieren können.“ Die Friedensgebete hätten mit für die friedliche Revolution gesorgt. „Wir standen damals in Leipzig mit Kerzen zusammen und merkten, dass ein Staat kippt. Das ist ein unvergessliches Gefühl gewesen, das mein Leben mit prägte“, so Annette Burmeister.

Die erste Demonstration in der Stadt Gadebusch hatte es in der Wendezeit am 4. November 1989 gegeben. Die Menschen zogen u. a. vor das ehemalige Gebäude der Staatssicherheit. Sie forderten auf Spruchbändern freie Wahlen und Reisefreiheit.


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