Besitzerwechsel in dechow : Gläserne Molkerei in neuer Hand

Gläserne Molkerei Dechow
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Gläserne Molkerei Dechow

Schweizer Unternehmen Emmi führt Produktion am Standort Dechow weiter / Lokale Kooperationen haben Bestand und werden ausgebaut

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29. März 2016, 05:45 Uhr

Der Schweizer Bio-Milchproduzent Emmi wird die Geschäfte der Gläsernen Molkerei in Dechow als auch am brandenburgischen Standort Münchehofe wie bisher weiterführen. Das bestätigte nach SVZ-Informationen das Unternehmen jetzt gegenüber seinen Partnern innerhalb des Biosphärenreservates Schaalsee.

So setzt das Unternehmen weiter auf die Produktion von Milch, Butter, Milchpulver, Joghurt, Quark und Käse nach hohen Standards von Bioprodukten am Standort Dechow. Darüber hinaus gibt es Kooperationen im Bereich Kultur, Kunst und für Umweltprojekte wie den Jahresbaumgarten am Standort Dechow.

Über die Gründe des vollständigen Verkaufs des Familienunternehmens gibt es keinerlei Angaben. Seitens der Geschäftsführung wird auf die Mitteilung des Schweizer Mutterkonzerns hingewiesen. So ist Emmi seit 2012 an der Gläsernen Molkerei beteiligt. Die Zusammenarbeit mit der Gläsernen Molkerei begann damals mit einer Minderheitsbeteiligung. Zwei Jahre später stieg die Beteiligung von 24 auf 76 Prozent. Ende Januar 2016 übernahm Emmi die Gläserne Molkerei zu 100 Prozent. Das Unternehmen soll laut Fachpresse aber eigenständig bleiben. Über den Kaufpreis sowie Lieferbedingungen (Milchpreis) für Landwirte wurde Stillschweigen vereinbart bzw. gibt es keine Aussagen.

Emmi als größter Produzent von Bio-Milchprodukten in der Schweiz setzt nach eigenen Angaben damit sein Engagement im Ausland fort. Urs Riedener, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied: „Natürliche, nachhaltig hergestellte Produkte sind ein wichtiger Trend in der Milchwirtschaft. Mit der Gläsernen Molkerei verfügen wir über ein Unternehmen, das sich in dieser Nische sehr gut entwickelt und viel Potenzial für die Zukunft hat.“

An den Standorten Münchehofe und Dechow erzielte das Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro. Die 120 Millionen Liter verarbeitende Milch stammen laut Emmi überwiegend aus Norddeutschland – Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Sachsen und dem angrenzenden Dänemark.

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