zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. Oktober 2017 | 09:35 Uhr

Lützow : Giganten auf nassem Untergrund

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Trotz Regenwetters kommen zahlreiche Besucher zum 6. Rosenower Traktor Pulling Cup

svz.de von
erstellt am 30.Jun.2014 | 00:55 Uhr

Der Motor heult auf. Mit einem Ruck setzt sich der große K700-Traktor in Bewegung. So weit wie möglich versucht der Fahrer ein Gewicht über den regennassen Untergrund zu ziehen. Immer tiefer gräbt sich das Gewicht in den Boden, bis der Fahrer schließlich aufgeben muss. Den „Full Pull“, also 80 Meter ohne Unterbrechung, hat er nicht geschafft.

Zahlreiche Besucher strömten gestern trotz durchwachsenen Wetters zum 6. Rosenower Traktor Pulling Cup nach Lützow. „Wir hatten Startschwierigkeiten und mussten eine Stunde später anfangen“, erzählt Mitorganisator Hartmut Krüske. Durch den starken Regenschauer am frühen Morgen waren die Fahrbahnen völlig durchnässt. So musste zunächst die oberste Erdschicht weggeschoben werden. Doch dann konnten die tonnenschweren Kolosse auf die Bahn. Insgesamt 141 Starter versuchten ihr Glück. „Die Highlights sind die Oldtimer, die Eigenbauten und natürlich die schweren K700“, so Krüske. Diese müssen gleich zweimal an diesem Tag antreten. Einmal in der Klasse bis 14 Tonnen und einmal in der Königsklasse bis 18 Tonnen. „Die Königsklasse kommt aber zum Schluss. Danach ist die Fahrbahn dann völlig hinüber“, sagt Krüske.

Auch Michael Reske ließ es sich nicht nehmen mitzumachen. Er hat dafür extra den 180 Kilometer weiten Weg aus dem Havelland zurückgelegt. „Drei Stunden habe ich dafür gebraucht“, so Reske. Mit seinem selbstgebauten Traktor „Eckehard Eins“ tritt er in den Klassen 3,5 und 4,5 Tonnen an. Bereits seit Jahren ist der Havelländer Stammgast bei ähnlichen Veranstaltungen. „Da sind wir wie kleine Kinder. Es geht nur darum, wer den Stärksten hat“, sagt Reske und lacht. Im Jahr 2007 hat er sein aktuelles Schmuckstück gebaut. „Da haben wir alles rein gesteckt, was der Osten hergegeben hat“, erzählt Reske. So kommt „Eckehard Eins“ aktuell auf 370 PS. Im Originalzustand waren es nur 220 PS. Bereits 5000 Euro hat Reske in sein Hobby investiert. Und in Zukunft werden es wohl noch deutlich mehr. „Jetzt wird es langsam teuer. Eine neue Kupplung wird zwischen 1000 und 2000 Euro kosten“, so Reske.

Doch nicht nur Reskes Traktor gab es für die Besucher abseits der Strecke zu entdecken. Kinder konnten unter anderem auf einem Karussell ihre Runden drehen. Dazu kamen zahlreiche Händler mit Verpflegung oder Kunsthandwerk sowie einige Spielbuden.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen