Wismar : Gesundheitsmobil: Thomas Beyer kritisiert anderes Kreistagsmitglied

Thomas Beyer
Thomas Beyer

Die CDU-Vertreterin hatte in der vergangenen Sitzung des Sozialausschusses die Notwendigkeit des Gesundheitsmobils angezweifelt.

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30. Oktober 2018, 14:42 Uhr

Die Diskussion um das Gesundheitsmobil geht weiter. Nun meldet sich auch Kreistagsmitglied Thomas Beyer (SPD) zu Wort. Wismars Bürgermeister kritisiert scharf die Worte von Kreistagsmitglied Anett Gruß. Die CDU-Vertreterin hatte in der vergangenen Sitzung des Sozialausschusses die Notwendigkeit des Gesundheitsmobils angezweifelt. Ihrer Meinung nach gäbe es für ältere Menschen im ländlichen Raum genügend Möglichkeit, um zu ihren Hausärzten zu gelangen, wo sie die gleiche Versorgung von medizinischem Fachpersonal erhalten würden.

„Einen solchen Satz kann nur sagen, wer sich nicht mit dem Thema auskennt“, reagiert Thomas Beyer empört. „Die Bedeutung des Gesundheitsmobils ist nicht kleiner geworden, denn die Wege für viele ältere Menschen zum Hausarzt sind auch nicht kürzer geworden“, so Wismars Bürgermeister.

Das Gesundheitsmobil gebe überwiegend älteren Menschen die Möglichkeit, sich über ihre Gesundheit auszutauschen und beraten zu lassen, ohne den oft schwierigen Weg zum Arzt auf sich nehmen. „ Es ist aber auch eine Einrichtung, um Menschen zu helfen, die oft schwer erreichbar sind, etwa Suchtkranke. Diese Einrichtung ist gerade heute wichtig, denn es zeigt, dass wir diese Menschen nicht vergessen“, sagt Thomas Beyer.

Das Gesundheitsmobil ist seit 2011 in der Region unterwegs und bietet neben medizinischen Vorsorgeuntersuchungen wie Blutdruck- oder Blutzuckermessungen auch beratende Angebote wie Sturzprävention an. Aufgrund einer niedrig angesetzten Kreistagsumlage wird derzeit die Möglichkeit diskutiert, das Gesundheitsmobils zum Jahresende abzuschaffen.

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