Weihnachtsbaumverkauf im Nordwestkreis : Gesucht: Nordmänner für Zuhause

Günter Steinert  sucht die schönsten Weihnachtsbäume aus. Am Montag geht bei ihm in Rehna der Verkauf los.
Günter Steinert sucht die schönsten Weihnachtsbäume aus. Am Montag geht bei ihm in Rehna der Verkauf los.

In den kommenden Tagen startet der Weihnachtsbaumverkauf: Gärtnereien und Forstämter des Landkreises rüsten sich für den Ansturm

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03. Dezember 2013, 17:26 Uhr

„Stiefel an und dann geht’s los auf die Plantage“, sagt Günter Steinert. Auf seinen etwa drei Hektar umfassenden Weihnachtsbaum-Plantagen sucht der Rehnaer jetzt schon die schönsten Tannenbäume aus, um sie vom kommenden Montag an zum Verkauf anzubieten. „Vergangenes Wochenende habe ich die Bäume schon mit Banderolen markiert. Am Wochenende gehen zwei Mann los und schlagen sie“, erzählt Steinert. Vom 9. Dezember an stehen dann täglich 100 bis 120 Bäume auf dem Hof vor Günter Steinerts Zweiradwerkstatt zum Verkauf. „Alle zwei Tage fahren wir in die Plantagen und schlagen neue Tannen – so sind sie immer frisch“, sagt der Rehnaer.

Bereits seit 20 Jahren ist Steinert im Geschäft mit den Weihnachtsbäumen. Neben der klassischen Nordmanntanne bietet er vor allem Blaufichten an. Ihr Verkauf hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, sagt der Rehnaer. „Die Blaufichten sind meist sehr schön gewachsen, ihre Nadeln haben diesen blauen Schimmer und sie riechen sehr gut.“ Zudem könnten sie günstiger als die Nordmanntannen verkauft werden, weil sie bei der Aufzucht nicht so viel Pflege brauchen, erklärt er.

Für Günter Steinert beginnt am Montag eine rastlose Zeit: „Der Hof ist dann bis Heiligabend rund um die Uhr voll mit Leuten, die einen Weihnachtsbaum kaufen wollen.“ Und auch die Gärtnerei Liebs in Gadebusch stellt sich am kommenden Wochenende auf einen regen Weihnachtsbaumverkauf ein. „Wir fahren Donnerstag los und holen die Bäume“, sagt Bernd Liebs. „Noch wachsen sie auf den Plantagen, aber am Wochenende beginnt bei uns der Verkauf.“ Viele seiner Kunden hätten bereits nachgefragt, wann es die ersten Bäume gebe, verrät Liebs.

Am 14. Dezember öffnen die Revierförstereien ihre Tore. Mit Axt und Säge können die Kunden anrücken und sich ihren Weihnachtsbaum selbst schlagen. „Zudem werden wir am 14. Dezember etwa 100 Nordmanntannen und Fichten in der Försterei bereithalten, die mitgenommen werden können“, sagt Woitendorfs Revierförster Thomas Krüger. „Die Tannen können aber auch an anderen Tagen geschlagen werden“, fügt Krüger an.

Noch bis zum Weihnachtstag können sich Kurzentschlossene ihren Baum in Rehna, Gadebusch oder Woitendorf aussuchen. Und wer ihn jetzt schon kauft, für den hat Günter Steinert noch einen Tipp: „Bevor die Tanne in das Wohnzimmer kommt, sollte sie erst einige Zeit frostfrei im Flur oder in der Garage stehen. Sonst bekommt der Baum einen Schock.“ Wer sich daran hält, kann sich bis zu 14 Tage an einem schönen Weihnachtsbaum erfreuen, sagt Steinert.



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