Stove : Gesehen, verliebt, gezüchtet

Ursula Janowski aus Stove züchtet die langhaarigen Havaneser unter dem Dach der  Vereinigten Rassehunde-Züchter. Derzeit hat sie drei Welpen.   Fotos: K. Roese
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Ursula Janowski aus Stove züchtet die langhaarigen Havaneser unter dem Dach der Vereinigten Rassehunde-Züchter. Derzeit hat sie drei Welpen. Fotos: K. Roese

Ursula Janowski ist Mitglied der Vereinigten Rassehunde-Züchter. Sie sagt: Auch andere Verbände züchten verantwortungsvoll

svz.de von
25. Juli 2014, 00:01 Uhr

Neun kleine Hunde toben durch den Garten, die langen Haare der älteren Tiere fliegen im Wind. Die drei Welpen versuchen, mit den Großen Schritt zu halten. „Das sind meine Havaneser“, sagt Ursula Janowski. Die Stoverin züchtet diese Rasse seit vier Jahren, unter dem Dach des Verbandes der Vereinigten Rassehunde-Züchter.

„Die wichtigsten Kriterien bei der Zucht sind für mich die gute Gesundheit und dass das Wesen beibehalten wird“, erklärt Ursula Janowski. Wenn diese Punkte nicht top in Ordnung seien, dann züchte sie nicht mit den Tieren, sagt sie. Dass das Wohl und die Gesundheit der Tiere auch bei Züchtern, die nicht dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) angehörten, einwandfrei seien könnten, das klarzustellen, war Ursula Janowski wichtig. Deshalb griff die Stoverin zum Telefon und rief beim „Heißen Draht“ unserer Zeitung an. „Ich bin über die Aussage der Züchterin aus Renzow, dass alle Züchter, die nicht beim VDH sind, Vermehrer seien, erbost gewesen,“ sagt sie (wir berichteten). „Die Dame ist bestimmt eine verantwortungsvolle Züchterin, aber ihre Aussage hat mich sehr geärgert. Auch andere Zuchtverbände haben strenge Auflagen. Und es ist eine Typfrage, ob jemand ein guter Züchter ist“, sagt sie. Es hinge immer davon ab, was der Züchter aus seiner Aufgabe mache, findet Ursula Janowski. Züchten sei immer Vertrauenssache, ist sie sich sicher. „Ich lasse zum Beispiel unter anderem die Augen aller meiner Tiere bei einem Spezialisten in Kiel untersuchen. Ich weiß, dass ich richtig gesunde Hunde habe.“

Man habe als Käufer keine Garantie, dass die ausgehändigte Ahnentafel wirklich echt sei, sagt Ursula Janowski. Die Käufer ihrer Welpen lädt sie deshalb zu sich nach Hause ein. Dort können sie sich die Hundebabies anschauen, die Eltern und das Lebensumfeld der Kleinen kennen lernen. Zum Auszug bekämen die Welpen eine Ahnentafel und ein Gesundheitszeugnis vom Tierarzt sowie einen Impfausweis mit, sagt die Stoverin.

„Ich bin ein Tiernarr, durch und durch“, erklärt Ursula Janowski. „Züchten ist meine Leidenschaft, das brauche ich für die Seele.“ Früher habe sie bereits Neufundländer gezüchtet. Zu den Havanesern sei sie durch Zufall gekommen. „Ich hatte einen Sportunfall, konnte meinen Beruf nicht mehr ausführen und habe mir dann gewünscht, wieder zu züchten.“ Doch es sollte eine kleine Rasse sein, weil sie Rücksicht auf ihre Gesundheit nehmen musste.

Dann haben sie und ihr Mann die Havaneser entdeckt. „Früher hätten wir uns nie vorstellen können, dass wir einmal solche Zwerge züchten“, sagt die Stoverin und lacht. Mittlerweile jedoch sei sie so angetan von der Rasse, dass sie sich nicht vorstellen könne, jemals wieder eine andere zu züchten.

Wer sich für Hundezucht interessiert, der findet zahlreiche Anlaufstellen. So gibt es neben dem Verband für das Deutsche Hundewesen und dem Verband der Vereinigten Rassehunde-Züchter zum Beispiel den Internationaler Hunde Verband, den Allgemeinen Rassehunde Club Deutschland oder den Verband Deutscher Kleinhundezüchter.

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