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Schlagsdorf : Geschichte als digitale Schnitzeljagd

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Zehntklässler testen die neue „Grenzhus Geo“-App

svz.de von
erstellt am 07.Jun.2014 | 00:00 Uhr

Digitale Schnitzeljagd rund um das Grenzhus – die neue App „Grenzhus Geo“ wurde von Schülern der 10d der Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen aus Ratzeburg auf Herz und Nieren geprüft. Ihre beiden Mitschüler Nicolas Hollmann und Adrian Schröder hatten das Programm als Zusatzaufgabe für den Geschichtsunterricht entwickelt.

„Die Beiden haben die Eigenschaft ihre Tests zu verhauen“, erzählt Mario Kasten, Geschichtslehrer der 10d. Daher habe er den Schülern vorgeschlagen als Projekt eine Schnitzeljagd für das Grenzhus zu entwickeln. Diese Idee wurde dann in Abstimmung mit dem Grenzhus zu einer App ausgebaut. „Sie sind Technik-Freaks und haben vorher schon mal einen Film gemacht“, so Kasten.

Rund um das Grenzhus wurden für das Programm zehn Punkte ausgesucht, an denen die beiden Zehntklässler Strichcodes mehr oder weniger versteckt haben. Durch das Abfotografieren oder Einscannen dieser Codes werden dann Informationen zur Geschichte der innerdeutschen Grenze freigeschaltet. „Wir haben wichtige Punkte, wie die Grenzlinien oder das Fundament eines alten Wachturm markiert“, sagt Schröder.

Insgesamt 100 bis 150 Stunden hätten sie zu Hause in die Programmierung investiert. Während Nicolas Hollmann die App erstellte, trug Adrian Schröder die Informationen für die Punkte zusammen. „Ich habe bereits vorher schon Spiele programmiert“, erzählt Hollmann. Grenzhus Geo sei jedoch die erste App, die im Internet erhältlich ist. Sie könne ab sofort kostenlos im offiziellen Play-Store von Google heruntergeladen werden und laufe auf modernen Handys und Tablets mit dem Android-Betriebssystem, erklärt Hollmann. „Auf Apple-Geräten geht es aber nicht“, so der Zehntklässler. Hier war den Schülern die Gebühr zu hoch. Auch auf älteren Android-Geräten würde die App nicht laufen. „Ich habe mich für eine neuere Version entschieden“, sagt Hollmann. So könnten die Seiten leichter auf dem Bildschirm durchgeblättert werden.

Natürlich lief beim ersten Praxistest noch nicht alles rund, beispielsweise war einer der Punkte falsch angebracht worden. Dennoch zogen die Mitschüler von Nicolas Hollmann und Adrian Schröder ein positives Fazit. „Die Karte ist vielleicht ein bisschen ungenau, aber durch die Beschreibungen sind die Punkte gut zu finden“, so Niclas Burmeister.

Nach Pfingsten soll ein Link auf der Internetseite des Grenzhus auf die neue App hinweisen. „Wir wollten zuerst das Feedback der Schüler abwarten und kleinere Fehler ausbessern“, sagt Andreas Wagner. Der Leiter des Grenzhus hofft, dass das Grenzhus durch die App für Schulklassen interessanter werde. „Jetzt müssen wir uns noch Geräte anschaffen, damit Gruppen die App nutzen können.“

 

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