Rehna : Generalprobe auf Plattdeutsch

Generalprobe vor einem ausgewählten Publikum für den plattdeutschen Verein Rehna.
Generalprobe vor einem ausgewählten Publikum für den plattdeutschen Verein Rehna.

Plattdütscher Verein to Rehna probt vor Auftritt am 25. April im Lindenhof/ Vereinsmitglied Oliver Dischereit schrieb das Stück selbst

svz.de von
14. April 2015, 09:26 Uhr

Ärger mit der Schwiegermutter ist für die Mitwirkenden des Plattdütschen Vereins to Rehna Weihnachten vorprogrammiert. Trotzdem versuchen sie, das Fest so gut wie möglich zu überstehen. Dass es am 25. April beim Programm auf dem plattdeutschen Abend dabei eher humorvoll zugehen wird und sich die Besucher im Rehnaer Lindenhof amüsieren werden, versteht sich von selbst.

Seit 1972 gibt es den Plattdütschen Verein to Rehna, zwei Jahre später begannen die Mitglieder einen plattdeutschen Abend zu organisieren. So wie am Sonnabend, 25. April. „Damals haben wir ein paar Tische und Stühle hingestellt und gehofft, es kommen Zuschauer. Bezahlt werden musste nichts“, erzählte Vereins-Urgestein Rita Völzer. Dass hat sich mittlerweile geändert, denn nicht nur die Veranstaltung ist seit Jahren ausverkauft, auch kostet der Eintritt für mehr als zwei Stunden „Lachmuskelbeschäftigung“ acht Euro. Dafür bieten die Theaterschauspieler allerdings auch jede Menge Unterhaltung.

Für die Hauptdarbietung sorgt wie im vergangenen Jahr einer der jüngsten „Plattsnacker“ des Vereins. Der 35-jährige Oliver Dischereit schrieb die Geschichte „Wiehnachten mit Swiegermudder“ selbst und stellte das Stück jetzt erstmals einem ausgewählten Publikum auf der Generalprobe im Rehnaer Lindenhof vor. „Die Idee kam schon nach dem letzten plattdeutschen Abend. Viele Sachen entstanden allerdings wirklich Weihnachten. Geschrieben habe ich die Geschichte dann allerdings erst in diesem Jahr“, sagte Dischereit, der schon seit seiner Einschulung aktives Mitglied im Verein ist.

In der Geschichte geht es um einen Mann, der die Wünsche seiner Frau zwar umsetzen soll und will, doch am Ende vom Nachbarn zum Trinken überredet wird, statt seinen häuslichen Pflichten nachzukommen. Für Stimmung sorgen neben Autor Oliver Dischereit auch die Vereinsvorsitzende Rita Völzer, als auch Hans-Joachim Kahl, der den Forderungen seiner Frau letztendlich nicht nachkommen will. Unterstützt wird das Programm unter anderem von Hans-Günther Beth. Der 65-Jährige hat sich ebenfalls an den Schreibtisch gesetzt und einige humorvolle Gedanken zu Papier gebracht. „Wenn man mit wachen Augen durch die Welt geht, kann man viele Sachen humorvoll wiedergeben“, sagte der Rehnaer. Beth wird allerdings nicht nur auf dem Plattdeutschen Abend gefragt sein, denn die kurzen und amüsanten Geschichten über den Ärger mit Frauen werden auch oft auf Feierlichkeiten wie Goldene Hochzeiten oder Geburtstagen vorgetragen. Das nächste Mal wird der Plattdeutsche Verein schon am kommenden Sonnabend, 18. April, in Dechow zu hören sein.

Karten für den plattdeutschen Abend am 25. April im Rehnaer Lindenhof sind sowohl an der Abendkasse als auch am kommenden Sonnabend, 18. April, von 10 bis 13 Uhr im Deutschen Haus zu haben.

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