Wir in Königsfeld : Zu Gast in einem der letzten Landgasthöfe

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Klaus-Detlef Schnoor betreibt in Demern das Hotel & Restaurant Alter Gutshof

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15. Januar 2016, 12:26 Uhr

„Ich weiß noch, wie ich mit Klaus-Detlef das erste Mal hier durchs Haus gegangen bin. Immer weniger Menschen waren da. Der Kindergarten war weg, die Schule auch. Die Frage war, was machen wir mit diesem Gebäude?“, sagt Ernst Adam. Er erinnert sich gern daran, wie mit dem Hotel & Restaurant Alter Gutshof in Demern alles begann. Der heute 79-Jährige war 1998 noch Bürgermeister des Ortes, Klaus-Detlef Schnoor ein potenzieller Kandidat zur Übernahme des maroden Guthshauses.

„Zum Anfang war das nach dem Motto ,Frisch, fromm, fröhlich, frei‘ alles noch ein reines Hobby“, sagt der 59-Jährige und zieht genüsslich an seiner Pfeife. Und eigentlich habe er seinem damaligen „Dorfbürgermeister“ nur einen Gefallen tun wollen. „Doch heute, 17 Jahre danach, sind wir einer der letzten Landgasthöfe der Region, der sich so lange gehalten hat.“ Ein Erfolg, den man sich über die Jahre erarbeitet habe. Gutes Essen, gemütliche Zimmer, Sauna und Fitnessbereich, zahlreiche Veranstaltungen.

Die Gäste kommen im Winter vor allem für Familienfeiern überwiegend aus der Region, darüber hinaus im Sommer aber auch ganz viele Touristen aus dem benachbarten Schleswig-Holstein. Viele Naturliebhaber aus Lübeck und Ratzeburg, die die Ruhe suchen, das Biosphärenreservat Schaalsee erkunden, Tiere beobachten oder aber mit den eigenen spazieren gehen wollen. Eine ganz besondere Reisegruppe zieht es Jahr für Jahr aus Skandinavien ins beschauliche Demern. „Bis zu 17 Jäger aus Dänemark und Schweden sind jedes Jahr für bis zu fünf Tage zu einer begleiteten Jagd bei uns zu Gast“, erzählt Klaus Detlef-Schnoor.

Acht überwiegend langjährige Mitarbeiter kümmern sich mittlerweile um das Wohl der Gäste. Viele sind schon aus den Anfangszeiten dabei. Alle aus der Region. Das sei wichtig für die Identifikation mit dem Ort, mit den Menschen. „Anfangs hielt sich die Begeisterung über den Verkauf des Gutshofs in Grenzen“, weiß Ernst Adam. „Doch aus heutiger Sicht sehen die Dorfbewohner dies ganz anders. Wir sind froh, dass es diesen Gutshof in der heutigen Form gibt. Denn so ein Landgasthof ist für einen so kleinen Ort wie Demern eher die Ausnahme.“

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