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Wir in Veelböken : Sie tischlern seit vier Generationen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Tischlerei Bockhold liefert Möbel für Schiffe, Büros und Wohnhäuser

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 10:34 Uhr

Hinter der Fassade mag man es kaum vermuten, doch in der Werkstatt der Tischlerei Bockhold werden Einbauschränke, Fensterbänke, Waschtische in großem Stil produziert. Die kleine Tischlerei beliefert Großbaustellen in Hamburg. „Wir sind eigentlich nur noch in Hamburg unterwegs“, sagt der Chef, Guido Bockhold. „Zum Glück.“ Vor einigen Jahren fuhren die Tischler noch quer durch die Republik, um Kunden zu beliefern. Die Wege sind heute kürzer geworden, die Aufträge dafür größer.

Seit vier Generationen tischlern die Bockholds schon. Wann genau die Firma gegründet wurde, lässt sich nicht mehr so recht nachvollziehen, erzählt Guido Bockhold. „Entweder 1926 oder 1928.“ Angefangen haben seine Vorfahren als Stellmacher, zu DDR-Zewiten stattete das Unternehmen die FDGB-Ferienheime entlang der Ostsee mit Möbeln aus. Kurz nach der Wende bauten sie auch Fenster. Heute sind es Möbel jeglicher Art. Für die AIDA Zentrale in Hamburg haben sie produziert, das Kreuzfahrtschiff Norwegian Star mit Möbeln für die Terrasse versorgt. „Das war ein anstrengender Auftrag“, sagt Guido Bockhold. Weil die Möbel erst spät fertig wurden, musste er mit seinen Mitarbeitern dem Schiff nach Holland hinterherfahren. „Hätten wir das nicht geschafft, hätten wir nach Miami hinterherfliegen müssen.“ Solche Aufträge sind aber die Ausnahme.

Heute arbeiten zehn Mitarbeiter in der Tischlerei. Die meiste Arbeit übernehmen die computergesteuerten Maschinen. Die Tischler kontrollieren und sorgen für den nötigen Feinschliff der Möbel.

Um in großen Stückzahlen liefern zu können, wurde der Maschinenpark in den vergangenen Jahren ausgetauscht. Nur so können heute im Jahr 600 Einbauschränke gefertigt werden. Doch langsam wird es eng in der Tischlerei. Guido Bockhold denkt schon über eine Erweiterung nach. Denn: „Die Auftragsbücher sind schon gut gefüllt“, sagt der 37-Jährige.

Aber egal was das Jahr bringt. Zwei Gründe zu feiern, gibt es für die Tischlerei auf jeden Fall. Der Juniorchef begeht sein zehnjähriges Meisterjubiläum. Sein Vater Gerhard sogar das 40.

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