Wir in Dolgen am See : Sie alle verbindet die Liebe zur Natur

Die Liebe zur Natur verbindet Datschenbesitzer Arno Schmidt (r.) und Angler Günter Wegner. Fotos: REgina Mai
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Die Liebe zur Natur verbindet Datschenbesitzer Arno Schmidt (r.) und Angler Günter Wegner. Fotos: REgina Mai

Angler, Wochenend- und Feriengäste treffen sich am Dolgener See

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29. November 2015, 18:00 Uhr

Als sich die Gemeinden Striesdorf und Sabel 2001 zusammenschlossen, wählten sie sich einen neuen Namen: Dolgen am See. Dabei ging es wohl weniger um den See, räumt Bürgermeister Eckhard Borrmann ein, mehr darum, dass sich die Dörfer fast rund um den See befinden. „Ein Zugang zum See sahen wir als verbindendes Element“, betont Borrmann.

Der See aber spielt natürlich insbesondere in Dolgen selbst einer herausragende Rolle. Selbst an einem nasskalten Novembertag trifft man hier Menschen, auch wenn die Saison längst vorbei ist: Angler und Ferienhausbesitzer. Die Männer und Frauen des Laager Anglervereins nehmen noch die letzten Boote aus dem Wasser, haben irgendwie immer etwas zu räumen und setzten vergangene Woche kleine Karpfen ein. „500 Kilogramm“, berichtet Vereinsvorsitzender Joachim Ode. Auch große Maränen wurden dieses Jahr eingesetzt. „Ein Versuchsprogramm. Wir wissen noch nicht, ob es klappt“, schränkt Joachim Ode ein. Der Dolgener See, das Heimatgewässer des Vereins, sei ideal für Karpfen, Hecht und Aal, erzählt er und ist fast rundum zufrieden mit der Arbeit im Verein mit seinen rund 150 Anglern. Nur eines: Gern würde man das gepachtete Gelände kaufen. „Aber das zieht sich – die Treuhand…“, erklärt der Laager.

Die Ruhe und die Natur faszinieren Renate und Günter Wegner immer wieder. „Mit dem Boot auf den See raus fahren, das ist so schön“, betont Renate Wegner. Die Ruhe ist für Arno Schmidt, der seit 1972 einen Bungalow in der Siedlungsgemeinschaft „Seeblick“ am Dolgener See hat, ebenfalls ein gewichtiges Argument. „Immer haben wir unsere Freizeit, den Sommer hier verbracht“, erzählt der Laager. Sein Ferienhaus werde gerade umgebaut. Die Angler und Wochenend- sowie Sommergäste würden sich gut verstehen. „Viele kommen aus Laage“, sagt Arno Schmidt. Früher sei der Dolgener See ein Geheimtipp gewesen, jetzt sei es im Sommer schon manchmal richtig voll. Das betätigt Henry Sachse, der über zwölf Jahre den Bootsverleih von der Gemeinde gepachtet hatte. Mit einer beruflichen Veränderung sei für ihn nun Schluss damit. Aber er habe es immer gern gemacht. Acht Ruder- und fünf Tretboote seien bei schönen Wetter schnell verliehen, erzählt er. „Wem die Küste zu überlaufen ist, der kommt zu uns“, erklärt der Kronskamper und lobt die gute Wasserqualität des Sees.

Neben einer zweiten Bungalowsiedlung gibt es in Dolgen ein ehemalige Ferienlager, das Reinhard Hoyer vor zehn Jahren übernahm. Zu seinen Gästen zählen Jugendgruppen, Sportvereine, Schulklassen und auch Familien. Die meisten kämen aus Berlin und Brandenburg, erzählt er. „Dieses Jahr hatten wir hier neben dem Opel- auch einen Leichenwagen-Treff mit Gästen aus halb Europa“, berichtet er. Man mag es nicht vermuten, aber es seien sehr angenehme Gäste gewesen. Seit Oktober sind Flüchtlinge und Asylbewerber – derzeit mehr als 50 – im Feriendorf Dolgen als Notunterkunft untergebracht. 

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