Wir in Schlagsdorf : Schule ist Zentrum der Gemeinde

stepmap-karte-schlagsdorf-1575680
1 von 2

Sie ist ein Garant dafür, das junge Familien sich für Schlagsdorf entscheiden

von
23. November 2015, 10:18 Uhr

Sie ist wie ein Magnet und auf dem neuesten Stand: die Schule Schlagsdorf. Seit mehr als vier Jahrzehnten werden dort Kinder und Jugendliche unterrichtet – mit Erfolg. Und die Schule ist neben der Kita ein Garant dafür, dass junge Familien sich für die Gemeinde Schlagsdorf entscheiden. Das hat Folgen: So ist die Nachfrage nach Bauplätzen in der Gemeinde inzwischen derart gestiegen, dass die Kommune weiteres Bauland schaffen will. Innerhalb von vier bis fünf Jahren sollen rund 50 Bauplätze ausgewiesen werden, das ist das Ziel der Gemeindevertretung.

„Wenn die Schule nicht mehr gewesen wäre, hätte es in den vergangenen Jahren einen weiteren Zuzug von Familien wahrscheinlich nicht mehr gegeben. Der Kampf um den Erhalt der Schule hat sich also gelohnt“, sagt Gemeindevertreter Jens Strohschein.

Die Nähe zu Lübeck, Ratzeburg und Hamburg ist ein weiteres Argument pro Schlagsdorf. Schätzungsweise 70 bis 80 Prozent der berufstätigen Einwohner arbeiten in Schleswig-Holstein oder Hamburg. „Jahrzehntelang waren wir am Rande eines Landes, jetzt profitieren wir davon, Teil der Metropolregion Hamburg zu sein und im Speckgürtel Lübecks zu leben“, so Strohschein.

Leben lässt es sich in der Gemeinde allemal. In der Kommune gibt es u. a. einen Arzt, einen Bäcker, ein Frisörstudio, eine Autowerkstatt, einen Landhandel – aber noch keinen klassischen Einkaufsmarkt. Seit Jahren wünschen sich vor allem ältere Menschen, deren Mobilität eingeschränkt ist, einen Laden in Schlagsdorf. Ihr Wunsch könnte 2016, vielleicht 2017 in Erfüllung gehen – mit Hilfe eines angestrebten Förderprojektes.

Mit etwas Neid dürften andere Kommunen auf Schlagsdorf angesichts der Einwohnerzahlen blicken. Während in einigen Landesteilen Dörfer zu Geisterorten verkommen, ist die Einwohnerzahl Schlagsdorfs in den vergangenen Jahren gestiegen. Lebten hier zur Wende rund 900 Menschen, so sind es heute zirka 1120. „Inzwischen sind wir der Vorort von Hamburg – und nicht umgekehrt“, scherzt Bürgermeister Ingo Melchin angesichts dieser Entwicklung. Ihn und weiteren Kommunalpolitikern erfülle es mit Stolz, dass viele junge Menschen hier blieben und Schlagsdorf für Wachstum stehe. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen