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Wir in Rehna : Scholle und Lachs aus der Klosterstadt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Fischverarbeiter Femeg beschäftigt in Rehna 70 Mitarbeiter

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2015 | 08:38 Uhr

Lachs, Scholle, Hering – sie werden mehliert oder paniert, mit Senf gefüllt oder mit Biermantel versehen. Femeg in Rehna verarbeitet jedes Jahr rund 10 000 Tonnen Fisch, sagt Marketingchef Stefan Drewes. 2009 hat das Unternehmen seinen Hauptsitz von Bargteheide in Schleswig-Holstein in die Klosterstadt verlegt. Die gute Verkehrsanbindung, die Hilfe der Stadt und der Wirtschaftsfördergesellschaft hätten dafür den Ausschlag gegeben, sagt Drewes. Vor zwei Jahren investierte das Unternehmen noch einmal knapp 380 000 Euro in den Standort. Heute sind hier 70 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Spezialität der Rehnaer ist die Veredelung. Der Fisch kommt als Rohware an und wird nach Gewicht und Größe sortiert. Das übernehmen Maschinen. Anschließend wird der Fisch bearbeitet. Dann entsteht zum Beispiel die Schlemmer-Scholle gefüllt mit Djon-Senf. Dieses Verfahren hat sich Femeg patentieren lassen. „Es geht darum, wie der Fisch aufgeschnitten und befüllt wird“, erklärt Drewes. Auf der Speisekarte des Unternehmens stehen noch mehr Leckerbissen: Kabeljau-Filet im Backteig oder Fischsuppe Rügener Art zum Beispiel.

Die Ware kommt aus der ganzen Welt. Der Lachs aus den USA oder Norwegen, Seelachs aus Island sowie die pazifische Scholle aus China. Damit keine zweifelhafte Ware geliefert wird, prangen Nachhaltigkeits-Zertifikate auf den Verpackungen: Msc, Asc oder Naturland. Sie regeln, wie der Fisch gefangen oder gehalten wird und welche Medikamente in der Zucht verabreicht werden dürfen.

Problematische Fischarten wie Aal, Schwertfisch, Butterfisch, oder Schillerlocke werden in Rehna nicht verarbeitet, erklärt Stefan Drewes. „Das betrifft Arten, die überfischt sind.“

Die Rehnaer beliefern rund 20 große Handelsketten. Bei Rewe, Real, Edeka beispielsweise liegen Fische made by Femeg in den Kühltruhen. Zusätzlich laufen auch Produkte für Eigenmarken einiger Unternehmen über die Produktionsstraßen. Für Norma zum Beispiel. Wer wissen will, woher der Fisch kommt, kann aber die Zulassungsnummer prüfen. Steht MV 15003 auf der Rückseite, kommt er aus der Klosterstadt. Alle Femeg-Produkte können auch im Werksverkauf erworben werden.

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