Wir in Holdorf : Ohne Check startet keine Brieftaube

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Undine Schröter kümmert sich als Tierärztin ums liebe Vieh und zahlreiche Haustiere

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18. Januar 2016, 10:40 Uhr

Hunde, Hühner, Tauben, Katzen, Rinder und Pferde – Undine Schröter hat ein wirklich tierisches Arbeitsleben. Tagtäglich ist die praktizierende Tierärztin mit ihrem Mobil über Land unterwegs und kümmert sich um das liebe Vieh und nicht wenige Haustiere.

„Eigentlich bin ich als Tierärztin auf Großtiere spezialisiert, aber nach meinem Studium und dem Weg in die Selbstständigkeit Anfang der 1990er-Jahre kamen die Praxis in Holdorf an der B 104 und der Bereich Kleintiere hinzu“, sagt die Tierärztin.

Es gebe zwar einen Tagesplan, aber was im Detail passiere, entscheide sich jeden Tag aufs Neue. „Bis 8 Uhr kommen die Termine telefonisch rein, dann geht es rund um Rehna und Gadebusch übers Land“, sagt Schröter. Neben Untersuchungen von Tierbeständen gehören Kontrollen bei Lebensmittelproduzenten wie auf Schlachthöfen zum Aufgabengebiet. All das sei wichtig, meint die Tierärztin: „Die Kontrollen bei den Schlachtbetrieben beinhalten die Tierbestände, deren Herkunft und Transport. So lässt sich sicherstellen, dass sich kein Fremdprodukt in der Lieferung befindet.“ Ab und an gebe es sogar noch Haustierschlachtungen wie jetzt in Renzow, Ganzow und Groß Rünz, wo sie vor Ort müsse. Bei den Tauben und Geflügelzüchtern müssen die Tiere vor jeder Ausstellung und jedem Freiflug erst zur Untersuchung: „Ohne Impfung und Check dürfen die Brief- und Rassetauben nicht in die Lüfte.“

Menschen und Tiere – eben diese Verbindung sei es, die den Beruf der Tierärztin so besonders sein lässt. Kaum anders sind an einigen Tagen auch die Wünsche einzelner Tierhalter außerhalb der eigentlichen Dienstzeit. Da könne es durchaus vorkommen, dass gegen 22 Uhr das Telefon klingelt und der Halter eines Wellensittichs das Schneiden der Krallen noch am späten Abend durchführen lassen möchte. Überraschungen gebe es immer, meint Undine Schröter. So auch bei einer Behandlung eines Hundes. „Ein dringender Fall, denn der Halter teilte mit, dass das Tier ständig Harn lasse. Als wir nachschauten, stellte sich der Nachwuchs ein.“

Es werde eben nie langweilig, meint Schröter, die mit dem ihr gegeben Temperament die Aufgaben angeht. „Ich nehme mir jeden Tag etwas vor. Dann kommen die Anrufe und der Tagesverlauf wird anders als geplant. Was solls: Man mus alles auf sich zukommen lassen“, sagt Undine Schröter.

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