Wir in Perlin : Ingrid Jeske hat immer einen Plan

 
1 von 2

 

Unternehmerin aus Perlin näht und schweißt Abdeckungen für Fahrzeuge und Boote

23-11367724_23-66109651_1416395531.JPG von
17. November 2015, 13:56 Uhr

Ingrid Jeske kennt sich aus mit Planen. Besonders mit denen aus PVC , die neben Abdeckungen für Autoanhänger, Kleinflugzeugen, Garagen oder Lkw zum Einsatz kommen. „Es gibt nichts, was wir nicht fertigen“, meint die Perlinerin. Sie ist Geschäftsführerin von Jeske Planen und erfüllt mit ihrer Tochter Sabine Wischnewski und Mitarbeiter Volker Plückhahn so manch ausgefallenen Wunsch. Dazu gehörte nicht zuletzt die Herstellung von Spezialtaschen für Teilnehmer des G-8 Gipfels in Heiligendamm.

Volker Plückhahn versteht sein Handwerk. Am Fahrzeughänger vor der Halle misst er das Gestell aus, überträgt mit dem Zirkel die Maße auf die Plane, legt die Positionen für die Schnallriemen fest, schaut an die Hallendecke, rechnet und sagt: „Die reichen nicht.“ Beiseite legen ist nicht, der Auftrag muss raus, lautet die Devise. Firmenchefin Ingrid Jeske ermuntert zum Verarbeiten noch vorhandener Materialien und koordiniert den Fortgang der Arbeiten: „Ich bestelle weitere hinzu.“ Kurzer Dienstweg nennt man dies bei Jeske in Perlin. Das ist ein wesentliches Merkmal, damit die Produkte zügig fertiggestellt werden können. Auch die Plane, die in den kommenden Tagen festgezurrt werden muss. Dabei wird klar: Ingrid Jeske hat alles im Blick. Das sei gut, meint sie, denn die Arbeit halte sie fit.

1986 gründete Ingrid Jeskes Mann das Familienunternehmen. „Er verstand sich auf Näharbeiten mit schwierigen Materialien wie Leder, und so gründete er die Firma“, sagt Ingrid Jeske. Zur damaligen Zeit wurden Planen einfach gebraucht. Eine Nische, die eine Spezialisierung ermöglichte. Kaum anders sei es heute, wenn Gartenbesitzer für ihren Pavillon nach Ersatz suchen. Ein Splitterschutz für die Straßenmeisterei, Abdeckungen für Oldtimer-Traktoren und Boote gefertigt werden. Nur das heute weniger genäht, dafür das mit Einlagen versehene Material geschweißt werde, erzählt die Perlinerin.

Nach einem Schicksalsschlag in 2006 führt Ingrid Jeske die Firma: „Für mich gibt es nichts anderes, auch wenn ich einmal bei der Post gelernt hatte und später den Beruf der Krankenschwester.“ Hier in Perlin sei sie zu Hause. Das möge so bleiben. Jeske Planen gehört somit zu den wenigen Unternehmen, die in dem kleinen Ort produzieren. Das mittlerweile schon seit 29 Jahren. Identifikation sei wichtig, gibt die Firmenchefin zu verstehen. Da bringe sie gerne gegenüber der Gemeinde und Menschen, die Unterstützung bräuchten zum Ausdruck. „Wir helfen da, wo es nur geht.“  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen