Wir in Thandorf : Exklusives aus einem kleinen Ort

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Im Thandorfer Landhaus von Olivia Althaus-Apmann gibt es nichts von der Stange

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18. November 2015, 13:22 Uhr

Nichts von der Stange, sondern Exklusives gibt es in einem der kleinsten Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns: in Thandorf. Die studierte Modedesignerin und Kunstfreundin Olivia Althaus-Apmann bietet dort in einem altehrwürdigen Landhaus Pelze, Blazer aus Nappa-Leder oder Ledertaschen mit Samtbisam sowie weitere hochwertige Produkte an.

Auf Thandorf gestoßen war die gebürtige Lübeckerin Mitte der 1990er-Jahre. Sie erwarb das Landhaus, das anschließend „nach allen Regeln der Kunst saniert wurde“. 2005 verlegte sie schließlich ihr Atelier von Lübeck in das kleine nordwestmecklenburgische Dorf, in das Kunden aus ganz Deutschland kommen. „Die Menschen freuen sich, in solch ein tolles Dorf zu gelangen. Es ist hier wie in einer Oase, in der man Kraft tanken kann“, sagt Olivia Althaus-Apmann.

Zu kämpfen hat die Designerin allerdings mit einem großen Problem, so wie nahezu alle Thandorfer Unternehmer und Einwohner: dem viel zu langsamen Internet. „Das ist wirklich eine Katastrophe“, bringt es Olivia Althaus-Apmann auf den Punkt. Kommunalpolitiker berichten, dass Einwohner große Datenpakete erst nach 22 Uhr via Internet versenden, wenn in dem Dorf weniger im Internet „gesurft“ wird.

Die Gemeindevertreter hoffen beim Thema Internet auch aus diesem Grund auf den großen Wurf. Sie wollen ein kostenloses, flächendeckendes W-Lan, also drahtloses schnelles Internet für die Einwohner der Gemeinde. Die Fragen nach der Finanzierung und den Instandhaltungskosten sind allerdings noch offen.

Ob mit oder ohne schnellem Internet – für Olivia Althaus-Apmann ist Thandorf unabhängig davon ein Ort, um zu bleiben. „Hier kann man den Luxus von Weite genießen“, sagt die Modedesignerin. Einer ihrer Lieblingsorte sei ein „Kunststall“, dessen Tore erstmals im vergangenen Jahr für die Aktion „Dörfer zeigen Kunst“ geöffnet wurden.

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