Wir in Gottesgabe : Die Fassaden-Bauer aus Groß Welzin

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Sie stellen exklusive Bauteile für Unternehmen in ganz Deutschland her

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24. Januar 2016, 23:08 Uhr

Ob Schulgebäude, Firmenzentralen oder Krankenhäuser – ein Metallbauunternehmen auf dem Lande hat sich als kompetenter Partner in der Baubranche für die Fassadengestaltung etabliert. Die Rede ist von der Geerds Metallbau GmbH, die 1970 als Bauschlosserei von Arno Geerds in Hamburg gegründet wurde und Anfang der 1990er-Jahre einen zweiten Standort in Groß Welzin eröffnete. In eben diesem Dorf Mecklenburgs wird seitdem das hergestellt, was Bauherren lieben: exklusive Bauteile für einzigartige Fassaden.

Beispiele dafür gibt es genug – ob in Deutschland oder auf der Kanareninsel Teneriffa, wo die Metallbau GmbH einst die komplette Fassade eines Krankenhauses in Santa Cruz kreierte. Dafür wurden im rund 3600 Kilometer entfernten Groß Welzin die Teile produziert, in 80 bis 100 Container verladen und vom Hamburger Hafen aus auf Reisen Richtung Atlantik geschickt.

Der größe Auftrag in der Firmengeschichte war dies allerdings nicht. Den bescherte der Metallbaufirma ein Medienhaus, das in Berlin seine Firmenzentrale errichten ließ. Für 30 Millionen Euro stellte die Geerds-Gruppe die Fassade her.

Von solchen Millionen-Projekten dürfte Arno Geerds 1970 nur geträumt haben. Damals gründete der heute 85-Jährige das Unternehmen, produzierte zunächst in der eigenen Privatgarage, baute Jahre später sein erstes Firmengebäude inklusive Produktionshalle.

Ein Auftrag aus Wuppertal verlieh der Firma dann einen enormen Wachstumsschub. Die Barmenia engagierte das Hamburger Familienunternehmen für den Bau der dortigen Zentrale. Die Qualität der Arbeiten war so gut, dass das Versicherungsunternehmen Jahrzehnte später erneut der Metallbaufirma den Zuschlag für einen 13,5 Millionen Euro teuren Auftrag erteilte. Weitere Bauprojekte wurden beispielsweise für den Internationalen Seegerichtshof Hamburg, Esprit in Ratingen, Channel in Hamburg oder das Schlosspark-Center Schwerin realisiert. Besonders angetan hat Geerds-Vertriebsleiter Alexander Schulze-Hoeing allerdings das neue Gymnasium Bochum. „Wer dort hineingeht, fühlt sich wie im Hauptquartier eines Pharmagiganten“, so Schulze-Hoeing.

Derzeit sind in dem Unternehmen, das 2006 auch eine Krisenzeit überstand, 150 Mitarbeiter tätig. 120 von ihnen arbeiten am Standort Groß Welzin.

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