Wir in Carlow : Am Anfang war ein Schornsteinkopf

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Vor 23 Jahren wagte Manfred Begerow den Sprung in die Selbstständigkeit

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30. November 2015, 13:54 Uhr

Es gibt so diese Geschichten, die das Leben schreibt. Diese weiß auch Manfred Begerow zu erzählen. Der 57-Jährige ist Chef von Hochbau Begerow. Elf Mitarbeiter beschäftigt der Carlower in seiner weit über die Grenzen des Ortes bekannten Baufirma. Plus Ehefrau Martina und die Söhne Tom und Steffen.

Doch das war nicht immer so. Denn es gab auch ein Leben vor der Selbstständigkeit. Das spielte sich anfangs in der LPG, nach der Wende als angestellter Maurer in einem Unternehmen im benachbarten Ratzeburg statt. „Das war eine komische Zeit. Als ich mich selbstständig machen wollte, wollte man mir den in der DDR erworbenen Meistertitel nicht anerkennen. Also habe ich dann noch einmal die Schulbank gedrückt“, erzählt Manfred Begerow. Und dann machte die Bank auch noch Schwierigkeiten wegen eines beantragten Kredits. Nichtsdestotrotz schaffte der Jungunternehmer im April 1992 den Start. „Mein erster eigener Auftrag war das Mauern eines Schornsteinkopfes beim Haus eines Nachbarn.“ Heute bietet der Carlower potenziellen Bauherren mit seinem Unternehmen einen komfortablen Rundumservice an. Für Bauten vom Keller bis zum Schornsteinkopf, vom Einfamilienhaus bis zur Getreidehalle. Von der Bauplanung bis zur Schlüsselübergabe.

Und so ganz langsam wird der Schreibtisch des Geschäftsführers und Familienvaters übersichtlicher. Das liegt nicht an leeren Auftragsbüchern. „Nein. Ich befinde mich in der komfortablen Lage, dass meine Söhne bereits in den Startlöchern für die Unternehmensnachfolge stehen“, so der Noch-Chef. Es gäbe Unternehmen, die könnten so etwas nicht von sich behaupten. Und weil das so ist, gibt der 57-Jährige schon seit einiger Zeit immer mehr an die beiden 30- und 34-Jährigen ab. Zum 25. Firmenjubiläum in zwei Jahren soll dann Schluss sein. „Ich kann auch loslassen“, sagt Manfred Begerow.

Und was kommt nach dem Leben als Chef? „Dann widme ich mich voll und ganz meinem Hobby und gehe auf die Jagd.“

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