Frühjahrsputz zwischen Utecht und Bentin : Gemeinden putzen sich heraus

Gemeinsam putzen, gemeinsam feiern: Nach dem Frühjahrsputz gabs in Utecht Erbsensuppe, Limo, Schnäpschen und Bier.  Fotos: Holger Glaner
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Gemeinsam putzen, gemeinsam feiern: Nach dem Frühjahrsputz gabs in Utecht Erbsensuppe, Limo, Schnäpschen und Bier. Fotos: Holger Glaner

Fleißige Hände machen Schmutz ein Ende: Eingesammelt und entsorgt wurde alles von der Zigarettenkippe bis zum Tierkadaver

svz.de von
21. März 2016, 05:00 Uhr

Zigarettenkippen, Flachmänner, defekte Toilettenbecken, LKW-Reifen, Autofelgen und Tierkadaver. – Es gibt offensichtlich nichts, was links und rechts der Wege und Straßen in unseren Gemeinden entsorgt wird. Weil das so ist und weil darüber hinaus der Frühling endlich Einzug hält, war am Wochenende wieder Zeit für den traditionellen Frühjahrsputz. Und während die einen ihre eigenen vier Wände samt Garten in Ordnung brachten, engagierten sich viele freiwillige Helfer zwischen Utecht, Mühlen Eichsen und Bentin beim Frühjahrsputz ihrer jeweiligen Gemeinde.

Tatort Utecht: „Ich bin überwältigt, wie viele Einwohner mitmachen. Ich hoffe nur, dass die Erbsensuppe reicht, denn mit so vielen Teilnehmern haben wir nicht gerechnet“, sagt Andreas Spiewack. Margarethe, die Mutter des Bürgermeisters der Gemeinde Utecht, hatte eigens eine deftige Suppe gekocht, Bockwurst für jeden Helfer inklusive. Und die waren nicht nur zahlreich, immerhin 40 Putzteufel fanden sich an gleich drei Treffpunkten in Utecht und Campow ein, sondern auch bunt gemischt. Der Jüngste war gerade mal vier Jahre alt, der Alterspräsident des gemeinschaftlichen Treibens brachte es auf stolze 80 Lenze. Große Überraschungen bei der Frühjahrsputzaktion blieben allerdings aus. „Wir haben ganz normalen Unrat zusammengetragen, machen solche Aktionen regelmäßig“, so der erste Mann der Gemeinde.

Tatort Bentin: Motorengeräusche. Randy Wulf knattert mit einer Straßenkehrmaschine durch den Ort und wirbelt eine Menge Staub auf, eine Motorsäge kommt beim Baumschnitt zum Einsatz. „13 von 84 Einwohnern haben sich heute beteiligt. Das ist doch eine ganz ordentliche Bilanz“, sagt Georg Bückle vom örtlichen Kulturverein.

Doch auch in Gadebusch und anderswo machen fleißige Hände dem Schmutz ein Ende. In Mühlen Eichsen organisiert Gemeindearbeiter und Jugendfeuerwehrwart Klaus Runo den Einsatz seiner überwiegend aus Mitgliedern der Jugendfeuerwehr bestehenden Truppe. In Roggendorf wuchten Frauen sogar schwere Autofelgen und LKW-Reifen in die Container.

Fazit eines arbeitsreichen Tages im Nordwesten: Dreckig war einmal, jetzt kann der Frühling kommen.

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