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Autofahrer aufgepasst : Gemeinden drosseln das Tempo

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

In Kneese, Krembz und Rögnitz hat die Straßenverkehrsbehörde neue Geschwindigkeitsbegrenzungen angeordnet

svz.de von
erstellt am 27.Feb.2015 | 00:00 Uhr

Demnächst heißt es in einigen Teilen des Landkreises wieder mehr auf die Bremse treten. Denn in den Gemeinden Kneese, Krembz und Rögnitz gelten demnächst neue Geschwindigkeitsvorschriften.

Alle Anträge dafür stammten von den Gemeinden selbst und sind aus dem Jahr 2013, wie der leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Gadebusch, Andreas Lausen, erklärt.

Im Kneesener Ortsteil Sandfeld ist die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf 70 km/h beschränkt. Grund für die Veränderungen waren Beschwerden von Anwohnern, „die nicht ungefährdet von ihren Grundstücken auf die Straße kommen“, informiert Bürgermeister Hans-Jürgen Hoffmann dazu. Außerdem befinden sich in diesem Bereich mehrere Zufahrten, zwei Bushaltestellen sowie ein Wanderweg, der die Straße kreuzt. Sie alle müssen abgesichert werden. Das 70er Schild steht bereits und die neue Geschwindigkeit gilt.

Auch auf der Verbindungsstraße zwischen Krembz und Neu Steinbeck gilt demnächst eine neue Höchstgeschwindigkeit von 30km/h. Die „uralte Pflasterstraße“ sei in einem sehr schlechten Zustand und bei hohen Geschwindigkeiten müsse man Angst haben, sein Fahrzeug zu beschädigen, wie Andreas Lausen berichtet. Der Antrag wurde in diesem Fall von einem ortsansässigen Betrieb gestellt, dessen Lkws bei zu schwerer Beladung auf der Straße schnell ins Schleudern kämen, weiß Krembz’ Bürgermeister Werner Guschewski. Das Schild, dass die bisher unbegrenzte Geschwindigkeit auf 30 km/h regulieren soll ist bereits bestellt und soll in den nächsten Tagen aufgestellt werden, so Lausen.

Die dritte Gemeinde mit neuer Geschwindigkeitsvorschrift soll Rögnitz werden. Dort ist die Dorfstraße zwar ausgebaut, aber wegen ihrer geringen Breite und der dichten angrenzenden Bebauung nicht für Geschwindigkeiten über 30km/h geeignet „Anlieger haben sich darüber beschwert, dass ihre Haustiere gefährdet wären. Außerdem gibt es dort nicht überall Bürgersteige“, sagt Lausen. Das neue Tempolimit wurde auch in dieser Gemeinde von den Bürgern angeregt, und von der Straßenverkehrsbehörde angeordnet. Da der Beschluss aber aus der vergangenen Amtsperiode stammt, soll er nochmals im Gemeinderat diskutiert werden, so Bürgermeister Gerhard Wilk. „Beschlossen ist beschlossen“, erklärt dazu Andreas Lausen. Denn auch hier wartet man nur noch auf das Eintreffen des 30er Zonen Schildes, um es zeitnah aufzustellen. Bisher betrug die Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich 50 km/h.

Zu vermehrten Unfällen sei es in keiner dieser Gemeinden gekommen, aber es sei immer gut, „etwas zu tun, bevor etwas passiert“, lobt der leitende Verwaltungsbeamte von Gadebusch. Die einzige Stelle, von der ihm Vorkommnisse bekannt seien, ist in Krembz. „Wer dort mit einem tiefergelegten Pkw unterwegs ist, wird so seine Probleme haben. Hier kam es schon öfter zu beschädigten Ölwannen oder Stoßdämpfern.“ In diesen Bereichen sollten Pkw-Fahrer in Zukunft auch vermehrt mit Geschwindigkeitskontrollen rechnen.

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