Rieps : Gemeinde stimmt für freies Internet

Freies Internet an öffentlichen Plätzen könnte vielleicht schon bald in der Gemeinde Rieps zur Wirklichkeit werden.
Freies Internet an öffentlichen Plätzen könnte vielleicht schon bald in der Gemeinde Rieps zur Wirklichkeit werden.

Bei der vergangenen Gemeindevertretersitzung bejahte Rieps die Errichtung von Netzzugängen an öffentlichen Plätzen

svz.de von
04. Februar 2018, 20:20 Uhr

Mit dem Mobiltelefon im Gemeindezentrum sitzen und damit trotzdem im Internet sein – das soll in Rieps möglich werden. Zumindest nach dem Wunsch der Gemeindevertreter, die einen Beschluss zur Errichtung von Internetzugängen auf öffentlichen Plätzen in der Gemeinde zustimmten.

„Es wurde befürwortet“, sagt Rieps’ Bürgermeister Uwe Tollgreve. Und warum denn auch nicht, fragt er rhetorisch nach. „Wir sind dem gegenüber aufgeschlossen. Und die Jugend ist heute ja auf das Internet angewiesen.“ Wenn einem die Möglichkeit durch das europäisches Projekt „WiFi4EU“ schon geboten werde, so werde man es annehmen, berichtet der Bürgermeister. Angesichts der momentanen Internetverbindung im Ort sicherlich ein Vorschlag, der für Begeisterung sorgt. „Die Netzgeschwindigkeit in Rieps ist sehr mäßig“, erklärt Uwe Tollgreve. Nun bestünde die Hoffnung, dass das Internet auf den öffentlichen Plätzen leistungsstärker werde, als zu Hause.

Wie schnell sich dieser Plan aber realisieren lassen werde, das konnte der Bürgermeister nicht beantworten. „Es ist ein Windhund-Verfahren der EU“, so Uwe Tollgreve. Das bedeutet im Klartext: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. „Wir sind ja nicht die einzige Gemeinde, welche die Möglichkeit in Anspruch nehmen möchte.“ Im Amtsbereich Rehna hätten sich auch schon die Gemeinden Thandorf, Groß Molzahn und Utecht auf das Projekt beworben.

Inwieweit zudem der Breitbandausbau bis zur Realisierbarkeit der öffentlichen Zugangspunkte in die Gemeinden vorgedrungen ist, kann nur gemutmaßt werden. Im vergangenen Jahr wurde seitens des Landkreises gehofft, dass der Ausbau des Netzes im zweiten Quartal dieses Jahres beginnen könne. Das Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitales Mecklenburg-Vorpommern sieht als einen ersten Schritt die flächendeckende Bereitstellung von Leitungen mit 50 Mbit/s (Megabits pro Sekunde) bis zum Jahr 2020. Damit hätten auch die ländlichen Gegenden eine starke und stabile Internetverbindung vorzuweisen.

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