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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 20:33 Uhr

Roggendorf : Gemeinde dankt 50 Ehrenamtlichen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Sie sind das Rückgrat der Gemeinde und widmen einen Teil ihrer Freizeit dem Allgemeinwohl

Ehrenamt- liche Helfer sind das Rückgrat jeder Gemeinde. Ohne sie geht nichts. Feuerwehren wären unbezahlbar, Dorfmuseen und Bücherstuben müssten schließen, kein Sportverein würde funktionieren, wäre da nicht die große Zahl derer, die einen Teil ihrer Freizeit dem Allgemeinwohl widmen.

Aus diesem Grund entstand die Idee zum Tag des Ehrenamtes in Roggendorf. „Wir haben schon viele Jahre darüber diskutiert“, erzählt Bürgermeister Rico Greger. „Andere machen einen Neujahrsempfang, wir wollen künftig mit dieser Veranstaltung das Ehrenamt würdigen. Wir sollten das Engagement nicht als selbstverständlich hinnehmen.“

Knapp 50 ehrenamtliche Helfer folgten der Einladung der Gemeinde ins Landhotel Hänsel zu rustikalem Kesselgulasch und gemütlichem Beisammensein. Es gab eine kleine Tanzeinlage von Teenagern des Mädchentreffs und Lina Greger spielte auf der Heimorgel.

„Wir waren sehr überrascht und wussten nicht, was uns erwartet“, meinten Katja Möller, Katrin Krage und Claudia Reich vom Vorstand des Schulvereins. So wie ihnen ging es allen anderen auch, als sie die Einladung erhielten. Die Drei organisieren einmal im Monat Aktivitäten für die Roggendorfer Grundschüler oder kümmern sich zusammen mit dem Verein Biosphären-Reservat um Umweltpädagogik.

Besonders geehrt wurden Helma Krüger (76), Christel Schulz (84) und Heinrich Tadel (76). Als kleinen Dank für ihre langjährigen Verdienste um die Gemeinde überreichte ihnen der Bürgermeister einen Einkaufsgutschein. Helma Krüger engagiert sich seit 13 Jahren unter anderem bei den Schützen und im Behindertenverein. „Man wird gefordert, das hält jung. Und ich freue mich, wenn ich gebraucht werde“, so die Roggendorferin.

Ohne Christel Schulz wäre die Bauernstube in Breesen nicht denkbar. „Ich spinne Schafswolle und stricke daraus Socken, die wir dort für die Bauernstube verkaufen“, so die Breeserin. Ein Buch hat sie geschrieben, mundartliche Gedichte, gereimter Alltag, wie sie es nennt. „Gedichte über Nachbars Hunde, Schlankheitskuren und was mir sonst noch so einfällt.“ Wenn sie die in ihrer direkten Art vorträgt, hat sie auf Geburtstagsfeiern und anderen Auftritten die Lacher auf ihrer Seite.

Der Klein Salitzer Heinrich Tadel ist seit über 50 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, 19 Jahre davon als Wehrführer: „Vor allem in der Wendezeit, wo alle davonliefen, war es schwierig, die Wehr beieinander zu halten. Aber wir haben geschafft.“ Die Aufgabe fiel in seine Zeit als Wehrführer und der bescheidene Stolz darüber, dass Klein Salitz noch immer eine Wehr hat, ist ihm anzumerken. Auch Christof Müller vom Verein Alte Schule in Groß Thurow weiß: „Ohne Ehrenamt könnten wir unsere Arbeit nicht machen. Dann müsste die Jugendbegegnungsstätte am Goldensee schließen.“

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