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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Oktober 2017 | 09:40 Uhr

Einbruch : Gelegenheit macht Diebe

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Juni 2014: Polizei verzeichnet bereits mehr als 40 Einbrüche im Landkreis

svz.de von
erstellt am 13.Jun.2014 | 00:00 Uhr

Sie kommen leise und verstohlen, wenn keiner im Haus ist. Brechen Fenster auf, durchwühlen die Zimmer und nehmen alles von Wert mit, was sie finden können. Die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche in Deutschland hat, neuesten Zahlen zufolge, den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht. Alle dreieinhalb Minuten wird ein Einbruch verübt.

Auch in Gadebusch waren jüngst wieder Einbrecher unterwegs, haben sich in der Zeit von vergangenem Sonntag, 15 Uhr, bis Dienstag, 9 Uhr, Zutritt zu den Betriebsräumen der „Tafel e.V.“ und den Büroräumen des Vereins Pegasus verschafft. Viel Beute konnten die Täter nicht machen (wir berichteten). Doch den Sachschaden, der an den Fenstern entstanden ist, die die Täter zum Einstieg aufbrachen, beziffert die Polizei auf etwa 500 Euro. Und die Verunsicherung, die solche Einbrüche auf die Bürger ausüben, ist groß.

„Die Anzahl der Wohnungseinbruchdiebstähle im Landkreis Nordwestmecklenburg belief sich im Jahr 2012 auf insgesamt 137 Fälle. 2013 sank die Fallzahl auf 118 Fälle“, sagt Axel Köppen, Pressesprecher der Wismarer Polizei. Bis Anfang Juni seien bereits 44 Einbruchsdelikte bei der Polizei eingegangen. Jetzt sind noch einmal die beiden weiteren Fälle in Gadebusch hinzugekommen. „Ziele der Einbrecher waren meist Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und Einfamilienhäuser, verteilt über den gesamten Landkreis“, so Köppen. Örtliche Schwerpunkte gebe es indes keine. „Auch die Opfer waren jeden Alters. Eine Häufung zum Nachteil von Senioren oder Alleinstehenden war nicht erkennbar.“

Die Aufklärung von Wohnungseinbrüchen sei schwierig und oftmals langwierig, erklärt der Polizeisprecher. „Die Aufklärungsquote lag in den vergangenen drei Jahren zwischen 18 und 28 Prozent. Damit liegen wir im Bundesdurchschnitt.“ Da der überwiegende Anteil der Taten nicht aufgeklärt wurde, kann die Polizei hinsichtlich der Täter lediglich eine Aussage zum Hellfeld treffen. Das Hellfeld beschreibt den Ausschnitt des gesamten Kriminalitätsgeschehens eines Landes in einem bestimmten Zeitraum. Hier wird prinzipiell zwischen Gelegenheitstätern ohne genaue Tatplanung und Profis, etwa organisierten Banden, unterschieden. „Für den Bereich der Polizeiinspektion Wismar ist festzustellen, dass der überwiegende Anteil der Wohnungseinbrüche von Gelegenheitstätern begangen wird“, sagt Axel Köppen.

Der Polizeibeamte gibt einige Tipps, wie Einbrüche vermieden werden können: „Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab.“ Fenster, Balkon- und Terrassentüren sollten überprüft werden. „Gekippte Fenster sind offene Fenster“, mahnt Köppen. „Verstecken Sie Ihren Schlüssel nie draußen. Einbrecher kennen die Verstecke.“ Ein besonderes Augenmerk sollte auf Fremde in der Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück gelegt werden und vor allem sollte vermieden werden, Hinweise auf eine Abwesenheit zu veröffentlichen. „Zum Beispiel durch Urlaubsankündigung über soziale Netzwerke.“ Wichtig sei zudem, keine Wertsachen offen herumliegen zu lassen, um den Ehrgeiz der Täter zu wecken. „Und sorgen Sie für einbruchhemmende Schlösser, Sperrbügel und Alarmanlagen“, empfiehlt der Polizist.

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