Gadebusch : Geldsegen für Burgsee-Brücke

Keine Designer-Brücke, sondern ein Bauwerk nach altem Vorbild soll über den Burgsee errichtet werden.  Fotos: Michael Schmidt
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Keine Designer-Brücke, sondern ein Bauwerk nach altem Vorbild soll über den Burgsee errichtet werden.

Land gibt EU-Gelder in Höhe von 338 000 Euro für Neubau in Gadebusch frei. Noch in diesem Jahr muss gebaut werden.

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28. April 2015, 21:30 Uhr

Mit Hilfe von EU-Geldern kann die Stadt Gadebusch jetzt die neue Burgsee-Brücke bauen. 338 000 Euro werden dafür vom Land MV aus einem EU-Fördertopf bereit gestellt, kündigt Bürgermeister Ulrich Howest (SPD) gegenüber der SVZ an. „Bis Ende Oktober dieses Jahres muss die Investition realisiert sein, sonst verfallen die Fördermittel“, macht Howest klar.

Eine extravagante Designer-Brücke soll es nicht werden. Stattdessen wird das Bauwerk in der altbekannten Form errichtet. Dabei wird auch das intakte , derzeit eingelagerte Geländer der Gadebuscher Schlosserei- und Metallbaufirma Hans-Otto Heyden wieder verwendet.

Komplett neu wird die Pfahlkonstruktion sein. „Zwölf Stahlrohre sollen bis zu 20 Meter tief in die Erde gerammt werden“, sagt Holger Saupe vom Gadebuscher Bauamt. Die Rohre haben einen Innendurchmesser von 300 Millimetern und sollen die Last des 37 Meter langen Bauwerks künftig tragen.

Die Planungsunterlagen für die neue Burgsee-Brücke liegen bereits vor. Sie stammen vom Gadebuscher Ingenieurbüro Hanft und Kautzky. Jetzt hoffen Bürgermeister und Kommunalpolitiker auf eine zeitnahe Baugenehmigung. „Die Ausschreibungen werden derzeit vorbereitet“, so Ulrich Howest.

Im August vergangenen Jahres war die Burgsee-Brücke für eine geplante Sanierung gesperrt worden. Was folgte, war das Scheitern des Projektes. Die alten Holzpfeiler aus DDR-Zeiten waren zu marode. Der wechselnde Wasserstand über dem Moorboden hatte für eine Zersetzung der Tragbalken gesorgt. Seit der gescheiterten Sanierung mussten Fußgänger und Radfahrer einen Umweg in Kauf nehmen, wenn sie zum Bahnhof wollen.  

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