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Zwischen Gadebusch und Poel : Geld für den Nachwuchs: Hilfe für Schwangere

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

DRK bietet Beratung und Unterstützung an. Frauen in finanzieller Not können Geld von Stiftung bekommen

svz.de von
erstellt am 18.Mai.2016 | 21:00 Uhr

Kinder kosten schon Geld, bevor sie auf der Welt sind: Kinderwagen, Strampler, Bettchen – all das will vor der Geburt angeschafft sein. So kann der Nachwuchs zur Belastung für das Portemonnaie werden. Für Schwangere, die wenig Geld haben, gibt es jedoch Unterstützung.

„Schwangere können durch viele Dinge in finanzielle Not geraten“, sagt Sabine Friedrich von der Schwangerenkonfliktberatung des DRK. Arbeitslosigkeit, niedriges Einkommen oder Hartz IV – bei wem der Euro knapp ist, kann Geld von der Stiftung „Hilfen für Frauen und Familien“ bekommen. „So soll die Möglichkeit geschaffen werden, die Erstausstattung zu kaufen“, sagt Beraterin Friedrich.

Die Schwangeren vereinbaren einen Termin mit der Beratungsstelle und bringen dazu gleich Einkommensnachweise und eine Liste mit den Ausgaben mit. Zusammen mit einer Stellungnahme der Berater wird der Antrag dann an die Stiftung geschickt. Kommt von dort ein positiver Bescheid, wird das Geld einige Wochen vor der Geburt ausgezahlt. So soll genug Zeit für den Kauf bleiben. „ Auch schwangere Frauen, die Arbeitslosengeld II beziehen, erhalten über diese Stiftung einen ergänzenden Zuschuss“, sagt Sabine Friedrich. Für sie ist in erster Linie aber das Jobcenter zuständig. Denn sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf Unterstützung für die Anschaffungen von Kinderwagen, Kinderbett und Co. . Wenn dieses Geld nicht reicht, können auch sie sich an die Beratungsstelle wenden.

Das DRK berät aber nicht nur in Geldfragen, sagt Sabine Friedrich. Was ist vor einer Geburt wichtig, was muss hinterher geklärt werden, ab wann greift der Mutterschutz, welche Arbeiten dürfen Schwangere noch verrichten? Sabine Friedrich und ihre Kollegen helfen weiter. 905 Frauen und Männer in Nordwestmecklenburg haben nach Angaben des DRK-Kreisverbandes dieses Angebot im vergangenen Jahr genutzt. Die Beratungsstellen sind in Grevesmühlen in der Pelzerstr. 15, Telefon 03881-75950, und in Gadebusch in der Erich-Weinert Str. 29 zu finden.

Da aber nicht nur Schwangere in finanzielle Schwierigkeiten geraten können, weist die Stiftung daraufhin, dass auch Familien und Alleinerziehende Unterstützung beantragen können. Wer aufgrund einer Krankheit, durch Arbeitslosigkeit und die Trennung vom Partner die alltäglichen Dinge nicht mehr stemmen kann, kann sich an die Stiftung „Hilfen für Frauen und Familien“ in der Friedrich-Engels-Str. 47 in Schwerin, Telefon: 0385-588 9181 wenden.

 

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