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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. September 2017 | 09:59 Uhr

Abgebaut : Gefährliche Risse auf der Skaterbahn

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Stadt Gadebusch baut Sportanlage zurück, eine neue Strecke wird geplant

von
erstellt am 08.Mai.2014 | 00:15 Uhr

Ihren Spaß auf Rollen und Rädern werden zahlreiche Kinder und Jugendliche in Gadebusch vorerst nicht ausleben können. Die Stadt Gadebusch demontierte gestern die teils gut frequentierte Skaterbahn am Wakenstädter Weg. Ein Rückbau, der nach Angaben von Bauhofleiter Uwe Tews unumgänglich war: „Aufgrund der zahlreichen Schäden blieb uns nur eine Sperrung bzw. der Rückbau.“ Eine Maßnahme, die nicht zur Freude der Skaterbahnbenutzer stattfindet, aber allein aus Sicherheitsgründen durchgesetzt werden muss, betont ebenso Ordnungsamtsmitarbeiter Christoph Entelmann. Der Amtsmitarbeiter verweist auf die geschwächten, mit Rissen durchzogenen und abgesplitterten Kunststoffabdeckplatten. „Teilweise stehen diese mehr als einen Zentimeter empor“, so Entelmann. Hinzu kommen die geschwächten Holzwände, die die Stabilität der Sportanlage nicht ausreichend gewährleisten. Man dürfe nicht so lange warten, bis ein Unfall auf dem Gelände passiert, so Entelmann weiter. Auf diese Gefahrenquellen hat ein unabhängiger Sicherheitsbeauftragter die Stadt Gadebusch im Vorfeld hingewiesen.

Die registrierten Beschädigungen sind nicht das Ergebnis mutwilliger Zerstörung, sondern eher auf die Altersschwäche der Materialien zurückzuführen. Uwe Tews: „Die Anlage ist seit rund zehn Jahren am Wakenstädter Weg in Betrieb.“

Auf ewig müssen die Jugendlichen in Gadebusch aber nicht auf ihre Skateranlage verzichten. Wie Bürgermeister Ulrich Howest gegenüber der SVZ sagte, beschäftigen sich die Ausschüsse der Stadtvertretung in den kommenden Wochen mit dem Thema Skateranlage. „Wir dürfen nicht die Augen vor den Fakten im Gutachten verschließen. Die Stadt ist im Sinne der Unfallvermeidung in der Pflicht, zu reagieren“, sagt Howest. Handeln wolle man in jedem Fall im Sinne der Jugend. „Wir sind bemüht, Reserven im Haushalt freizugeben. Ich bin mir sicher, dass in 2014, spätestens 2015 Gelder zum Aufbau einer neuen Anlage bereitstehen“, sagt der Bürgermeister. Die Höhe der Investition wird sich voraussichtlich auf rund 10 000 Euro belaufen. Wie das Projekt umgesetzt werden kann, werden die Ausschüsse und nicht zuletzt die Stadtvertretung beraten. Nicht ausgeschlossen scheint, dass wie vor zehn Jahren, die Kinder und Jugendlichen hinsichtlich der Ausgestaltung der Bahn mit einbezogen werden. Spätestens dann wird sich zeigen, welche Bestandteile der Parcours einer Trendsportanlage beinhalten muss.


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