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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. November 2017 | 04:49 Uhr

Gadebusch : Gebietstausch für neues Baugebiet

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Stadt Gadebusch kann am Volkspark einen Teil des angrenzenden Waldes aus dem Schutzgebiet herauslösen

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 15:44 Uhr

Die Vorbereitungen für das Baugebiet „Am Volkspark“ in Gadebusch sind einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Das Forstamt Grevesmühlen hat einem Gebietstausch zugestimmt.

Das neue Wohngebiet entsteht in unmittelbarer Nähe zu einem Landschaftschutzgebiet. Eine Wohnbebauung muss davon 30 Meter Abstand halten. Nach der Zustimmung der Forstverwaltung kann die Stadt nun aber einen Teil des angrenzenden Waldes aus dem Schutzgebiet herauslösen. „Dafür wird aber an einer anderen Stelle ein Stück Wald unter Schutz gestellt“, sagt Bürgermeister Ulrich Howest. So kann die Stadtverwaltung zwar immer noch keine 18 Baugrundstücke erschließen, aber wenigstens zwölf. „Ohne diesen Schritt wären es nur zehn geworden“, sagt der Bürgermeister.

Ursprünglich stand an dieser Stelle das Gebäude der Kreisverwaltung. Beim Abriss war niemandem aufgefallen, dass damit auch der Bestandsschutz verfiel. Daher war die Überraschung groß, als klar wurde, das Baugebiet „Am Volkspark“ muss eine Nummer kleiner ausfallen. Kleiner heißt in diesem Fall aber auch teurer. Die Erschließungskosten können nun nicht mehr auf 18 Käufer umgelegt werden, sondern nur noch auf zwölf. „Wir wollen aber keine Mondpreise nehmen“, sagt Howest. Geplant waren mal 65 Euro für den Quadratmeter. Im Gespräch sind nun um die 80 Euro. Das führte dazu, dass mittlerweile auch Interessenten abgesprungen sind. Für die verbleibenden zwölf Baugrundstücke soll es aber potenzielle Käufer geben.

Im April soll laut Bürgermeister die Kalkulation auf dem Tisch liegen und damit klar sein, wie viel die Häuslebauer für ihr Grundstück zahlen müssen. Im Verlauf des kommenden Jahres beginnen die Erschließungsarbeiten und 2017 könnte Baustart sein. Für die Stadt ist die Reduzierung der Bauplätze auch aus finanzieller Sicht ärgerlich. „Gadebusch will seine Einwohnerzahl halten“ sagt Howest. Jeder neue Einwohner spült zusätzliches Geld in die Stadtkasse.  

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