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Besitzerwechsel in Demern : Gaststätte wird zur Bar umgebaut

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

„Alter Gutshof“ in Demern hat nun nach monatelangem Leerstand und gescheitertem Verkauf neue Besitzer.

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2017 | 04:45 Uhr

Im Gutshof Demern brennt wieder Licht. Nach monatelangem Leerstand machen sich bereits seit Anfang September André Klein und Mandy Heidelbacher daran, dem früheren Hotel samt Gaststätte „Alter Gutshof“ neues Leben einzuhauchen. Das Pärchen plant die Eröffnung einer Bar inklusive Pensionsbetrieb.

„Um irgendwelchen Gerüchten gleich mal vorzubeugen: Nein, wir planen keine Nachtbar“, sagt André Klein. Statt dessen soll eine schicke Bar in die beiden Gasträume einziehen. Eine gemütliche Einrichtung, in der sich die Gäste wohlfühlen sollen und beim Feierabendbier miteinander schwatzen können. Die Zeiten von warmer Küche sollen dann laut Aussage des neuen Besitzers vorbei sein. Genauso wie der frühere Hotelbetrieb. Die Anzahl der Gästezimmer wird von ehemals 18 auf zwölf heruntergeschraubt. Immerhin noch Platz genug für 25 Übernachtungsgäste.

Die Reduzierung war allerdings zwingend nötig, denn das Pärchen kommt nicht allein aus Berlin ins megabeschauliche Demern. Zwei Kinder im Alter von 2,5 und acht Jahren sollen sich hier künftig genauso wohlfühlen wie auch deren Omas. Mit Kind und Kegel hat das junge Paar also seine Zelte in der Hauptstadt abgebrochen. Totaler Neuanfang nennt man so etwas wohl gemeinhin.

Doch was in aller Welt zieht junge, lebenshungrige Menschen ausgerechnet in die norwestmecklenburgische Provinz? Aus der Anonymität der Millionen-Metropole in ein Dorf mit rund 150 Einwohnern, wo jeder jeden kennt und die Bürgersteige mit Einbruch der Dunkelheit hochgeklappt werden? „Unsere Kinder sollen eine schöne, stressfreie Kindheit verleben. Das ist doch irre: Hier in Demern können wir unsere Kinder spielen lassen, ohne sie ständig zu beaufsichtigen. In Berlin hatten wir ständig Angst, dass sie auf die Straße rennen und von einem Auto erfasst werden“, erklärt der 40-Jährige.

Bis zur Neueröffnung des alten Gutshofes sei es zwar noch ein weiter Weg, der auch mit jeder Menge Stress verbunden sei. Doch das sehen die Neu-Demener relativ entspannt. Das sei etwas anderes als in Berlin, wo sie ebenfalls in der Gastronomie tätig waren. Positiver Stress quasi. Wenn alles nach Plan läuft, steht Mitte Februar kommenden Jahres die Eröffnung der Bar an. Der Festsaal soll weiterhin für private Feiern aller Art vermietet werden. Geplant sind darüber hinaus die verschiedensten öffentlichen Motto-Partys. Von 90-er Jahre-Partys über Bud Spencer und Terence Hill-Abende bis zur Halloween-Party.

Von dem Plan indes, den Namen „Alter Gutshof“ in „Chamäleon“ zu ändern, hat sich das junge Paar zwischenzeitlich verabschiedet. André Klein: „Wir haben uns mit der Geschichte des Hauses befasst, haben herumgefragt und sind zu dem Schluss gekommen, dass es eine Schande wäre, den Namen zu ändern.“

Hotel und Gaststätte „Alter Gutshof“ wurde bis 2016 durch den Neubrandenburger Klaus-Dieter Schnoor betrieben. Ein zwischenzeitlich neuer Eigentümer war von dem Kauf zurückgetreten.
 

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