Reinigung ist Ermessenssache : Ganzower und Buchholzer wollen nicht noch mehr fegen

Die Anwohner der Gadebuscher Ortsteile Ganzow und Buchholz wollen nicht noch mehr saubermachen.
Die Anwohner der Gadebuscher Ortsteile Ganzow und Buchholz wollen nicht noch mehr saubermachen.

Die Anwohner wollen selbst entscheiden, in welchem Umfang sie ihren Reinigungspflichten nachkommen.

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18. Oktober 2018, 14:09 Uhr

Sie sollten selbst darüber bestimmen dürfen, in welchem Umfang sie ihren Reinigungspflichten der Straßen und Wege in ihren Ortsteilen nachgehen –die Bürger der Gadebuscher Ortsteile Ganzow und Buchholz. Momentan kümmern sich die Anwohner selbst um die Reinigung aller Geh- und Radwege, sämtlicher Trenn-, Rand-, Seiten-, Baum- und Parkstreifen sowie Licht- und Kellerschächte. Und dabei soll es auch bleiben.

Nun hatten Ganzower und Buchholzer die Möglichkeit, die Reinigungsklasse ihrer Straßen und Wege ändern zu lassen. Wenn sie es denn wollten, denn die Umklassifizierung ihrer Straßen und Wege von Reinigungsklasse I in II würde für die Anwohner der Gadebuscher Ortsteile noch mehr Reinigungsarbeiten bedeuten. Die Auswertung der durch die Stadt durchgeführte Bürgerbefragung ergab nun: Die Anwohner möchten in ihrer Reinigungsklasse bleiben.

In Gadebusch werden die Straßen gemäß der Satzung zur Straßenreinigung und Schnee- und Glättebeseitigung vom 30. Mai 2017 in zwei Reinigungsklassen unterteilt: Reinigungsklasse I und II. Auch die jeweils dazugehörigen Pflichten sind in der Satzung klar definiert. Derzeit sind die Straßen in den Ortsteilen Ganzow und Buchholz als erstere klassifiziert. Für die Anlieger bedeutet das, dass sie sich um die Reinigung aller Geh- und Radwege, sämtlicher Trenn-, Rand-, Seiten-, Baum- und Parkstreifen sowie Licht- und Kellerschächte selbst kümmern müssen.

Würde die Klassifizierung nun auf Bürgerwunsch geändert und sämtliche Straßen zukünftig in die Reinigungsklasse II fallen, würde dies bedeuten, dass die Anwohner zusätzlich zu ihren Pflichten aus der Reinigungsklasse I die halbe Breite von verkehrsberuhigten Straßen sowie die Hälfte der Fahrbahn einschließlich Fahrbahnrinnen und Bordsteinkanten zu reinigen hätten.

Wie der Bauausschuss, hätten an der Befragung insgesamt 24 Ganzower teilgenommen. Von diesen seien sieben dafür gewesen, die Reinigungsklasse zu ändern, 17 hätten sich dagegen ausgesprochen. Ähnlich deutlich, wenn auch bei wesentlich geringerer Beteiligung sei das Ergebnis in Buchholz ausgefallen. Dort hätten insgesamt neun Anwohner an der Befragung teilgenommen. Von diesen sprachen sich sieben gegen eine Änderung der Reinigungsklasse aus und zwei dafür. Nach der Auswertung der Bürgerbefragung haben die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Umwelt beschlossen, dem Wunsch der Anwohner entsprechend die Klassifizierung aller Straßen als Reinigungsklasse I beibehalten.

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