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Erntefeste in Paetrow und Wedendorf : Gallier erobern Mecklenburg

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Asterix und Obelix tanzen unter der Erntekrone. Auch der Dauerregen kann den Festumzug nicht stoppen

von
erstellt am 11.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Der Ort Paetrow scheint spätestens seit dem vergangenen Wochenende ein kleines gallisches Dorf zu sein. Denn beim Erntefest tauchten dort Asterix und Obelix mit der Paetrower Männertanzgruppe auf. Sie schwoften Seite an Seite mit Römern – zur Musik von Heino und Roberto Blanco.

Ihr Auftritt quasi war der Höhepunkt des Paetrower Erntefestes. Zuvor hatten bereits Kinder aus der Gemeinde die Herzen der Besucher im Sturm erobert. Denn erstmals seit 2005 trat dort wieder eine eigene Kindertanzgruppe auf, heimste jede Menge Applaus ein und kam, so wie Asterix und Co. , um eine Zugabe nicht herum.

Bürgermeister Steffen Timm war angesichts des Auftritt voll des Lobes. „Was unsere Jüngsten auf die Beine gestellt haben, war einfach toll. Sie kommen alle aus den Dörfern unserer Gemeinde und bilden eine echte Gemeinschaft.“ Ein bis zwei Mal pro Woche hatten die Kinder ihre drei Tänze mit Hilfe von Anne Harms, Patricia Mathias und Stefanie Sieber einstudiert. Sieber und Harms hatten einst selbst als Kinder unter der Paetrower Erntekrone getanzt.

Nur wenige Kilometer von Paetrow entfernt, herrschte ebenfalls Partystimmung. Denn auch die Gemeinde Wedendorfersee feierte ihr Erntefest. Trotz strömenden Regens schlängelte sich dort ein Festumzug mit 19 geschmückten Fahrzeugen – darunter wahre PS-Raritäten – durch die Ortsteile.

Zum erste Mal überhaupt konnte der Tross in Köchelstorf an einer Bar Station machen. Denn Einwohner des Ortes hatten in der Dorfmitte die Bushaltestelle gekapert, diese mit tropischen Früchten und Bambus verziert und Sonnenschirme aufgespannt. „Bei so viel Regen wollten wir zum Ausgleich einfach für ein bisschen Karibik-Atmosphäre sorgen“, sagte Andreas Voigt. Dirk Nehring stellte klar: „Egal wie das Wetter auch ist, in Köchelstorf wächst eben einfach alles, wenn es sein muss, sind es auch Orangen.“

An eben jener „Busse-Bar“ kredenzten Sandro „Azubi“ Dettlaff, Stephani Voigt, Marina Dettlaff und Kerstin Nehring Getränke in sämtlichen Farben und servierten diese den rund 100 Umzugsteilnehmern.

Bürgermeister Hans-Werner Gaul sprach von einer grandiosen Beteiligung. Das Einzige, was ihn wurmte, war das miese Wetter. Doch auch das konnte Helmut Humann und die anderen Traktorfahrer nicht stoppen. „Noch kann man es aushalten. Schlimmer wäre es, wenn es kalt wäre“, meinte der Deutz-Fan, trat aufs Gaspedal und knatterte im Regen mit Ziel Kasendorf davon.

Zurück blieb Anke Schmolinski. Die Köchelstorferin meinte: „Das Einzige, was heute schlecht gewesen ist, war das Wetter. Alles andere, war super.“

 

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