Fertigungstechnik Nord : Gadebuscher sorgen für Bewegung

Zukünftige Ingenieure wie Jens Milde, Rasmus Riegert und Manfred Sexauer erhalten an der Hochschule für „Angewandte Wissenschaften Hamburg“ Unterstützung durch die Nord-Gruppe. Sie entwickeln Konstruktionen im Fahrzeugbau und stellten ihre Forschungsarbeit in Gadebusch vor.
1 von 4
Zukünftige Ingenieure wie Jens Milde, Rasmus Riegert und Manfred Sexauer erhalten an der Hochschule für „Angewandte Wissenschaften Hamburg“ Unterstützung durch die Nord-Gruppe. Sie entwickeln Konstruktionen im Fahrzeugbau und stellten ihre Forschungsarbeit in Gadebusch vor.

Fertigungstechnik Nord feiert 25-jähriges Bestehen / 1,65 Millionen Bauteile verlassen jährlich das Werk

von
18. Juni 2016, 05:00 Uhr

Die Welt dreht sich und auf dem Planeten drehen sich nicht wenige Lauf- und Förderbänder, Kräne, Aufzüge und Motoren in der Leicht und Schwerindustrie mit Bauteilen der Fertigungstechnik Nord in Gadebusch. Das Unternehmen des weltweit agierenden Unternehmens „Nord Drivesystems“ engagiert sich seit 25 Jahren am Standort Gadebusch mit der Spezialisierung auf die Fertigung von Gehäusen und Wellen. Eine Erfolgsgeschichte, die Betriebsleiter Steffen Timm beim Festakt mit Firmenführung, Mitarbeitern und Vertretern aus Politik und Wirtschaft feierte.

Handeln zum richtigen Zeitpunkt lautet Timms Devise: „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt“. Mit den Worten des Italienischen Philosophen Dante Alighieri zeichnet er den Werdegang vom 1991 gegründeten Zerspanungsbetrieb hin zu einem Produktionsstandort für zahlreiche intelligente Antriebssysteme auf dem Weltmarkt. „Anfangs lag die Produktion bei 27 000 Teilen. Mittlerweile sind es 1,65 Millionen verschiedene Bauteile, die jährlich die Produktion verlassen“, so Timm.

Möglich wurde solch ein Zuwachs durch ständige Erneuerungen und Investitionen auf heute 13 700 Quadratmeter in fünf Produktionshallen. Dabei sind eine hauseigene Ausbildung von Fachkräften und die soziale Verantwortung für heute 190 Mitarbeiter nicht weniger von Bedeutung wie computergestützte Arbeitsplätze mit Robotertechnik, so der Betriebsleiter. Und die Kollegen haben nach Timms Ansicht eine Zukunft: „Die Automatisierung wird voranschreiten und dafür sind gut ausgebildete Mitarbeiter notwendig.“

„Industrie 4“ lautet das Zauberwort für die Ausrichtung der Unternehmen, wo Menschen, Maschinen und Rechentechnik einen fast reibungslosen Produktions- und Lieferablauf auf höchstem technischen Niveau sicherstellen. Ein Anspruch, der, so Gesellschafterin Jutta Humbert, für die 46 weltweit agierenden Unternehmen der Nordgruppe in 36 Ländern Gültigkeit besitzt. Rund um den Erdball beschäftigt die Unternehmensgruppe 3200 Mitarbeiter. Das Unternehmen habe seinen Umsatz in den zurückliegenden Jahren mit 540 Millionen Euro verachtfacht und die Zahl der Mitarbeiter vervierfacht. „Das begründet u.a. den schnellen Wachstum am Standort Gadebusch“, so Humbert.

Ohne Teamarbeit gelingt solch ein Weg nicht, hob Dr. Christian Frenzel, Chef der Staatskanzlei, hervor: „Schön, wie die Mitarbeiter im Unternehmen mitziehen.“ Die gemeinsame Feier in Gadebusch sei ein Beweis, ein gutes Zeichen für das Unternehmen in MV. Landrätin Kerstin Weiss sah sich auch darin bestätigt, dass Steffen Timm in 2002 Unternehmer des Jahres wurde: „Das Unternehmen verdient Aufmerksamkeit und Respekt.“ Worten, den sich Bürgermeister Ulrich Howest anschloss: „Sie haben die Finanzkrise 2008 gemeistert.“ Die Mitarbeiter sind dabei an Bord geblieben. „Nicht zuletzt zählt das Engagement in den Kommunen und kaum ein anderer Betrieb unterstützt die Feuerwehr und die Kameraden im Einsatzfall so wie sie“, hob Howest im Grußwort an Steffen Timm hervor. Anlässlich des 25. Firmenjubiläums ging gestern die neue vollautomatische Fertigungsstrecke in der fünften Produktionshalle in Betrieb.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen