Einbruchsverdacht : Gadebuscher haben Angst

Im Gadebuscher Eigenheimgebiet „Ziegenkoppel“ werden derzeit die Häuser von möglichen Geschäftemachern ins Auge genommen.
Im Gadebuscher Eigenheimgebiet „Ziegenkoppel“ werden derzeit die Häuser von möglichen Geschäftemachern ins Auge genommen.

Anwohner der „Ziegenkoppel“ befürchten, dass mögliche Kriminelle ihre Eigenheime ausspionieren

von
04. August 2015, 23:30 Uhr

Mit dem Schrecken davon kam eine 57-jährige Gadebuscherin, als ihr Haus im Gorkiring möglicherweise ausgeraubt werden sollte. Zwei gebrochen deutsch sprechende Männer wurden von der Bewohnerin auf ihrem Grundstück beim Fotografieren der Örtlichkeit erwischt.

„Ich war gerade auf unserem Grundstück beschäftigt, als ich zwei Männer darauf umherschleichen sah“, erzählte die Gadebuscherin. Daraufhin ging sie auf das Duo zu und sprach es an. Die beiden Männer erklärten ihr, sie müssten die „Dichte der Steine“ messen, da hier alles neu gemacht werden müsse. Doch mit der Aussage wollte sich die Gadebuscherin nicht zufrieden geben und wählte den Telefonnotruf der Polizei. Daraufhin setzten sich die beiden Männer rasch in Bewegung und suchten das Weite. Die Bewohnerin konnte sich allerdings noch das Kennzeichen des weißen Mercedes-Transporters merken und gab es der Polizei durch. „Leider konnten die Beamten das Fahrzeug nicht mehr ausfindig machen“, sagte Polizeisprecher André Falke. Gleichzeitig gibt die Polizei noch einmal den Hinweis, Auffälligkeiten sofort zu melden. „Dafür sind wir da, auch wenn wir umsonst fahren müssen“, sagt Falke.

Zur Überraschung der Einwohner auf dem Gadebuscher Eigenheimgebiet „Ziegenkoppel“ machte sich gestern ein weiterer Mercedes-Transporter an den Grundstücken zu schaffen. Ein ähnliches Nummernschild wie am Vortag bei dem weißen Transporter ließ einen Zusammenhang vermuten, den auch die Beamten des Gadebuscher Polizeirevieres nach Hinweisen aus der Bevölkerung dieses Mal überprüfen konnten. Doch dabei erwiesen sich der Fahrer und ein etwa neunjähriges Kind zunächst als Firma aus der Pfalz, die Grundstücke suchten, um Terrassen und Gartensteine zu reinigen. Eine Straftat konnte nicht festgestellt werden und so kurvte das Fahrzeug noch mehrere Stunden in dem Gebiet umher.

Die Gadebuscherin, die am Montag die Polizei rief, muss jetzt erst einmal den kleinen Schock verdauen und wird in den kommenden Tagen sicherlich noch mehr auf unbekannte Personen in der Region achten. „Wenn man seriös zu Werke geht, muss man doch nicht die Grundstücke fotografieren und selbst dann nicht damit aufhören, wenn man darauf angesprochen wird und schnell das Weite suchen“, sagte die 57-Jährige.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen