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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

11. Dezember 2017 | 10:58 Uhr

Neujahrsempfang : Gadebuscher Glücksbringer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Neujahrsempfang mit mehr als 200 Gästen im Saal der Feuerwehr / Bauprojekt Bahnhof startet im April

svz.de von
erstellt am 20.Jan.2014 | 00:01 Uhr

Glück muss man haben oder einen Schornsteinfeger zur Hand. Die Stadt Gadebusch will im Jahr 2014 ihrem Glück jedenfalls ein wenig auf die Sprünge helfen. Bürgermeister Ulrich Howest ernannte Schornsteinfegermeister Arne Schlien auf dem diesjährigen Neujahrsempfang kurzerhand zum offiziellen Glücksbringer der Stadt. „Nicht schlecht“, meinte Schlien und gesellte sich zünftig gekleidet zu den mehr als 200 Gästen im Saal der Feuerwehr.

Dass sich mit ehrenamtlichem Engagement vieles zum Besseren wenden lässt, demonstrierten das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr Gadebusch in einer digitalen Bildpräsentation. Ein Rückblick auf ein ereignisreiches 2013, mit Löscheinsätzen bei Großbränden in Rosenhagen oder Hochwasserschutz an der Elbe. „74 Einsätze in 2013“ sagt Wehrführer Wolfgang Ziegler, der insbesondere den Arbeitgebern der Brandschützer für die Unterstützung dankte. In jedem Fall glücklich schätzten sich all jene, die die Gadebuscher Helfer in dem zurückliegenden Jahr an ihrer Seite wussten und künftig wissen.

Vertreter aus Wirtschaft, Kultur, Politik, Verwaltung und benachbarten Ämtern fanden am Freitagabend ausreichend Gesprächsstoff. Allein, die bevorstehende Kommunalwahl im Mai wirft ihre Schatten voraus. Während die SPD mit drei Kandidaten in die Vorrunde zur Landratswahl startet, hält sich die Kreis-CDU weiterhin bedeckt. Die Entscheidungsfindung laufe, gibt die Gadebuscherin Ingrid Schafranski auf Nachfrage zu verstehen. Wer letztlich 2014 ins Rennen geht, dieses Geheimnis ließ sich die Kreisgeschäftsführerin der Christdemokraten beim Gadebuscher Smalltalk nicht abringen. Somit bleibt die Nominierung der Landratskandidaten spannend.

Die große Politik, sie geriet in Gadebusch aber eh ins Hintertreffen. Der Neujahrsempfang der Gadebuscher war eher dem Sehen und gesehen werden gewidmet. „Kontakt halten, interessante Gespräche bei gutem Essen führen, das ist das Ziel dieses Empfanges“, so Howest. Denn nur in einem guten Klima lassen sich die Aufgaben einer Stadt meistern. Stellvertretend für die Vereine lobte Howest die Volkssolidarität, die TSG Gadebusch als auch Mädchentreff und Pegasusverein für die Bereicherung des Gemeinwesens. Er wisse um die Wünsche einer besseren Unterstützung durch die Stadt. „Angesichts der Vielzahl der Aufgaben und Begrenztheit der Mittel, die Förderung auf dem jetzigen Niveau zu halten, ist die Unterstützung ein Kraftakt“, so Howest. Mit 1,6 Millionen Euro, ist die Sanierung der Sporthalle der Grundschule in jedem Fall ein Kraftakt. Aber aus Stadtsicht ebenso ein „gelungenes Beispiel für die Sanierung der städtischen Infrastruktur“, so Howest. Christoph Struck, Planer und Ingenieur, erläuterte das Bauprojekt mit Fakten und Bildern.

Weitere 1,4 Millionen Euro flossen und die Sanierung der Schweriner Straße und 210 000 Euro in die Zufahrt nach Ganzow. Zeit und Umfang einzelner Maßnahmen wurden in der Öffentlichkeit unterschiedlich bewertet. Den Vorwurf einer „schwerfälligen Behörde“ will Howest nicht akzeptieren. Letztlich sehe er die Kritik eines Unternehmers als Vorschlag „über das manchmal schwierige Verhältnis zwischen öffentlicher Verwaltung und Privatwirtschaft nachzudenken“. Letztlich sei das gute Zusammenspiel der beiden „Komponenten eine wesentliche Voraussetzung für eine gesunde Gesellschaft“, betont Ulrich Howest.

An neuen Herausforderungen in 2014 mangelt es nicht. Für rund zwei Millionen Euro entsteht bis Dezember in Burgseenähe das neue Hortgebäude mit 198 Plätzen. Darüber hinaus beginnt im April die Neugestaltung der Flächen am Bahnhof. Die Planungen sehen einen neuen Schnittpunkt für den Bahn- und Busverkehr vor. Ein öffentlicher Platz mit Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder als auch Parkplätzen. Kostenumfang: 300 000 Euro. Die Stadt beteiligt sich daran mit 20 000 Euro.

Eine neue Burgseebrücke, Sporthalle in der Heinrich-Heine-Straße (3,3 Millionen Euro), die Sanierung der Erich-Weinert-Straße (Vorplanung; 1 Millionen Euro Gesamtkosten) sind weitere Eckpunkte städtischer Vorhaben. Ob all die Bemühungen zu einer Belebung der Innenstadt führen? Antworten darauf, die gab es beim Neujahrsempfang nicht. Aber sehenswert ist die alte Münzstadt allemal. Davon sind Kerstin Eggers und Andre Rickert überzeugt. Das Gesangsduo stimmte die Gäste mit „What a wonderful world“ auf einen geselligen und unterhaltsamen Abend ein. Kulinarisch präsentierte sich der Schlachtbetrieb Möllin mit einem vielfältigen Buffet beim Neujahrsempfang 2014 in Gadebusch.


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