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Mit dem Wolga zu Olga : Gadebuscher auf dem Roten Platz

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ein achtköpfiges Reiseteam aus MV machte sich mit dem Wolga des Unternehmers Holger Hempel auf den Weg nach Moskau

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Ein mehr als 50 Jahre alter Wolga GAZ 21 sorgt sogar in seiner Heimat für Aufsehen. Die achtköpfige Reisegruppe aus MV, die sich am vergangenen Sonntag mit dem russischen Oldtimer auf den Weg von Schwerin nach Moskau machte, traf auf viele Neugierige, die unbedingt einen Blick unter die Haube des blauen Russen werfen wollten. Mit diesen und ähnlichen Begegnungen erfüllte die 100-stündige Reise ihren Zweck: einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten und ein friedliches Miteinander in Europa zu leben. Kurz vor dem Ziel, drohte die Reise jedoch zu scheitern.

Denn trotz gut vorbereiteter Papiere, verbrachte die achtköpfige Mannschaft fast einen ganzen Tag an der Grenze und ließ zahlreiche Kontrollen über sich ergehen, füllte Formulare aus und räumte die Autos aus und wieder ein. Dann endlich, am Nachmittag des vierten Tages, durfte der Wolga die russische Grenze überfahren und die letzte Etappe der Reise antreten. Bis 6 Uhr morgens fuhren die wackeren Gefährten durch die Nacht, um beinahe püntklich in Moskau auf dem Roten Platz anzukommen. Die 100 Stunden waren angesichts des unfreiwilligen Grenzstops zwar überschritten, die Freude über die Ankunft aber umso größer. „Es war eine tolle Reise mit wunderschönen Erlebnissen und spannenden Begegnungen”, fasste der Gadebuscher Unternehmer Holger Hempel die vergangenen Tage zusammen. Gestern begann für ihn und seine Weggefährten die Rückreise. Zu dem Tross gehören auch der Radioreporter Steffen Holz. der russisch-stämmige Unternehmer Magamed Ibragimov, die Gadebuscher Unternehmer Holger Hempel und Ulf Leppin, Fotograf Holger Martens, Techniker Günther Elbning sowie die Schweriner Unternehmer und Russland-Enthusiasten Frank Porsch und Stefan Berger.

Für ihre Tour nach Moskau hatten sie 100 Produkte aus ihrem Bundesland zum Tauschen gegen russische Waren. „An den Straßen gab es hier kleine Stände, wo die Leute Pilze, Himbeeren, Eingewecktes und vieles mehr verkaufen. Da haben wir schon viele tolle Tauschgeschäfte gemacht”, erzählt Holger Hempel. Überall seien sie herzlich empfangen worden. „Viele Menschen hier kennen noch die DDR”, so der Wolgabesitzer. Für das Auto würden sich aber vor allem die jungen Leute interessieren. „Solche Wolgas gibt es hier kaum noch”, sagte Holger Hempel.

 

 

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